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Zu spät

Von Planet Wedding | Dominique | 20. April 2008

Ich will keine Berlinerin werden. Ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht! Ich stelle mir vor, dass ich zwar in Berlin wohne und das bunte Leben genieße, meine brandenburgische (Sozial-)Prägung aber behalte. Ich will sie nicht, die Überheblichkeit der Hauptstädter, den Umziehwahn, die Eventsucht, die OberflächlichFlapsigkeit, den Ausgehzwang, das Schön-Dich-zu-treffen-ich-ruf-Dich-an-Getue. Ich will das nicht. Doch die Stadt hat mich bereits im Griff: Ich bin seit zwei Wochen zu keiner Verabredung mehr pünktlich erschienen. Be Berlin, be late? Ich verstehe mich selbst nicht mehr.

Themen: Niemandsland | 6 Comments »
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6 Kommentare zu “Zu spät”

  1. Florian Says:
    21. April 2008 um 23:03

    Zu spät. John-F-Ichbineinberliner hat die Latte ziemlich tief gehängt. Wer einmal seinen Fuß reingesetzt hat, gehört dazu. (Andernorts geht das Gerücht um, dass zum Berliner-Sein ordentlich Marmelade im Bauch und Puderzucker auf dem Kopf gehört. Das hört man hier aber gar nicht gerne!)

    Eine höhere Stufe des Berliner-Seins erreicht man übrigens nicht dadurch, dass man seinen Dialekt um ein “ick” bereichert und statt “ei” nur noch “ee” sagt.

  2. Wanja Says:
    26. April 2008 um 21:05

    hi domi!
    ich bin ja sonst kein blog-schreiber und -leser (sagen das normalerweise die blogsüchtigen?) aber hier muss ich doch echt mal kurz einhaken: es gibt überhaupt keine so-und-so-berliner. das ist ja (finde ich zumindest) das schöne, du darfst einfach so sein wie du bist, überall, egal, ob du in berlin lebst oder nicht. in diesem leben darfst (solltest?) du überall die sein, die du bist. nur dann wirste auch glücklich. und wenn du glücklich bist, ist es egal, was du sonst so bist und was nicht. und zuspätkommen hat nix mit berlin oder new york zu tun, ist einfach nur unhöflich. oder?

  3. Wanja Says:
    26. April 2008 um 21:07

    aber schöne seite!

  4. franz Says:
    29. April 2008 um 17:05

    Hihi, die Großstadt saugt Dich auf, Du kommst gar nicht erst zum Armdrücken mit ihr.

    Vielleicht hast Du auch den Nachteil als S-Bahn-Anschluss-Aufgewachsene den Virus schon immer in Dir getragen zu haben – und nun bricht die Krankheit Berlin in Dir aus.

  5. Kixka Nebraska Says:
    8. May 2008 um 22:24

    “Be Berlin – Be late2.

    Zu meiner Zeit hatte das ja einfach was damit zu tun, dass ich die Entfernungen in Berlin immer unterschätzt habe. Jedesmal.

  6. Florian Says:
    23. July 2008 um 00:09

    Geht es denn gar nicht weiter?

Kommentare