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Pinkepanke

Von Planet Wedding | Dominique | 16. April 2009

Es gibt Menschen, die setzen sich abends vor den Fernseher und lassen sich die Netzhaut beflimmern. Es gibt Menschen, die bringen der Freundin Brett- und Kartenspiele bei. Gegen die Langeweile. Und es gibt Menschen, die stecken ihre Zeit in Projekte, ins Bloggen, ins Dichten, ins Heimwerken. Gestern habe ich Menschen getroffen, die all ihre freie Feierabendzeit der Panke widmen.

Die Panke soll wieder ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Das geht so: einer programmiert die Internetseite, einer macht den Fremdenführer, einer schreibt sich die Finger blutig und fotografiert jeden Grashalm entlang des Flüsschens, schaut einen Kilometer rechts der Panke und einen Kilometer links der Panke nach Interessantem für sich und die Allgemeinheit.

Interessante Leute, denke ich. In unendlicher ehrenamtlicher Fleißarbeit haben sie eine riesige Datenmenge zusammengetragen, verbinden Wedding und Pankow, Wasser und Land. Basteln Karten, bieten kostenfreie Führungen für Jedermann an und gründen jetzt (13. Mai 2009) sogar einen Verein. Ich sitze am Redaktionstisch (die Sitzungen sind öffentlich und werden auf der Internetseite veröffentlicht), trinke Bionade und warte auf die unumgängliche Frage, ob ich nun mitschreiben will oder nicht. Dann kommt sie. „Und, machst Du nun mit?“, fragt Chefredakteur Joachim Faust. Ich schweige laut.

Die Panke. Ein hübsches Flüsschen. Aber ist nicht längst alles von den Enthusiasten aufgeschrieben worden? Und passt mein leichter Plauderton in ein solches Projekt? Und wo bleibt das gedruckte Papier für meine Eitelkeit? Und kann sich mein vagabundierendes Schreiberherz an ein Thema binden? Ich bin unschlüssig. Doch das Ziel des Prokjekts ist längst erreicht: die Panke ist in meinem Bewusstsein angekommen. Was sie dort noch treiben wird, wird sich zeigen. Ich wünsche den Datensammlern und – aufbereitern jedenfalls viel Erfolg mit ihrem interessanten Wässerchen.

Themen: Ankommen | 1 Comment »
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Ein Kommentar zu “Pinkepanke”

  1. franzhavel Says:
    16. April 2009 um 09:58

    Wer kann schon in die Zukunft blicken?

Kommentare