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Sonntagsfrühstück auf dem Planeten Wedding

Von Planet Wedding | Dominique | 9. Mai 2014

broetchen

Für den Honig gibt es eine Warteliste. Ganz klar, dass man ihn nicht einfach so haben kann. Man stellt sich brav hinten an, wenn man etwas naschen will am Frühstückstisch und drängelt sich nicht vor. Das tut man nicht, schon gar nicht am Sonntagmorgen! Sonst kneift die kleine, aufmerksame Skeptikerin sofort aufgebracht die Augen zusammen, das Engelchen ergreift dann lautstark Partei und die diplomatische Lauryn strengt sich an, den entstehenden Streit zu schlichten.

Ein Frühstücksthema muss her, ganz klar! Oder ein Spiel. Also kommt auf den Tisch was die großen Mädchen soeben in der Schule gelernt haben. Und weil wir ausgelassen sind an diesem Morgen, steigern wir das Wort Frühstück und bis zu höchsten Form und freuen uns diebisch, dass das eigentlich gar nicht geht. Am frühstücksten. Der Honig aus dem Humboldthain geht rum, die Himbeermarmelade von Oma H., die Butter, dann wird Tee nachgegossen. Der Tisch ist fast zu klein für die erweiterte Frühstücksrunde, die Ananas muss sich anstrengen, um einen Platz zu bekommen. Was geschieht da? Es riecht so komisch plötzlich … Aber Lauryn hat ein gutes Näschen und rettet den Brotkorb vor dem übermütigen Teelicht. Wie gut, dass sie dabei ist am Familiensonntag!

Der große Skeptiker glänzt heute wie ein strahlender Stern und kann sich entspannt zurücklehnen. Er hat den Tisch gedeckt, Tee gekocht, Brötchen in der Brunnenstraße geholt und versüßt seinen Mädels damit den Tag. Dann soll er auch noch das letzte Croissant teilen! Acht Augen und Ohren warten auf das Donnerwetter. Aber er ist guter Stimmung und neckt den Besuch mit einem listigen Blick – aber nur zum Schein. Das Croissant wird fair halbiert. Und später, später besuchen wir noch Elvis, dichten und singen und das Engelchen probiert an die 100 Mal aus, wie lang man das „i“ mit Melodie in die Länge ziehen kann. Doch da ist schon alles verputzt und die Königin in ihrem langen Kleid an der Reihe. Sie hat dieses Mal leider nicht mitgefrühstückt. Aber nächste Woche, da laden wir sie ein an unseren Frühstückstisch! Aber nur wenn sie mitspielt und herausbekommt, was das bedeutet: SFIS.

Wenn ich Zeit habe, schreibe ich sehr gern für den engagierten Weddingweiser. Weil ich leider viel zu selten einfach so Zeit habe, hat mich Weddingweiser-Gründer Joachim Faust zu einer regelmäßigen Kolumne eingeladen. Am 7. Mai erschien sie zum ersten Mal. Text siehe oben 0der hier: Die Kolumne. Ab sofort habe ich also einen festen Termin.  Ein Mal im Monat, immer am ersten Mittwoch lade ich auf dem Weddingweiser dazu ein, einen Blick in die Welt einer Weddinger Familie zu werfen.

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