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	<description>- Lebenszeichen aus Berlin</description>
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		<title>Frauengespräche</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 10:58:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Demnächst zieht meine Freundin aus der Hansestadt in den Kiez*. Ich bin schon ganz aufgeregt und habe natürlich umgehend mit den Vorbereitungen für diesen neuen Lebensabschnitt begonnen. Mit der Freundin benötigt man eine ganze Reihe von spannenden Kulissen für Frauengespräche. Wo könnte man wohl hingehen? Zunächst wäre da das Café Freysinn, das mit gutem Kaffee, leckerem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Demnächst zieht meine Freundin aus der Hansestadt in den Kiez*. Ich bin schon ganz aufgeregt und habe natürlich umgehend mit den Vorbereitungen für diesen neuen Lebensabschnitt begonnen. Mit der Freundin benötigt man eine ganze Reihe von spannenden Kulissen für Frauengespräche. Wo könnte man wohl hingehen? Zunächst wäre da das <a href="http://freysinnberlin.wordpress.com/" target="_blank">Café Freysinn</a>, das mit gutem Kaffee, leckerem Kuchen, verdammt gut riechenden Mittagsangeboten, free W-LAN und interessanten Tischgefährten zu meinem zweiten Büro geworden ist. Fast ebenso gut (nur kalorienhaltiger): die <a href="http://tortenwerkstatt-berlin.de/" target="_blank">Tortenwerkstatt</a> an der Ecke Gleim-/Graunstraße. Dann gibt es den <a href="http://www.mauerpark.info/" target="_blank">Mauerpark</a>, wo man bei <a href="http://www.bearpitkaraoke.com/" target="_blank">Karaoke</a> und Sonnenschein quatschen kann. Gemeinsam können wir dann sonntags über den <a href="http://www.mauerparkmarkt.de/" target="_self">Trödelmarkt</a> laufen, ein Buch kaufen und uns über die viel zu vielen Touristen ärgern.</p>
<p>In Sachen Ost-West-Café Ecke Brunnen-/Bernauer Straße müssen wir uns wohl noch ein wenig die Nase an der Fensterscheibe platt drücken. Aber wenn wir Räuberleiter machen, können wir hinter den zwecks Renovierung verhangenen Fenstern vielleicht schon etwas erkennen. Angeblich soll es  ja im neuesten Kiez-Café Möbel aus Italien geben. Wir sind gespannt! Solange wir warten, treffen wir uns vielleicht im &#8220;Simit evi&#8221; in der Brunnenstraße (direkt am U-Bahnhof Voltastraße), die Sesamringe sind sensationell, man sitzt gemütlich und schwarzer Tee ist auch mal ganz nett. Das Kaffeekränzchen mit dem besten Kaffee gibt es jedoch bisher an der Kiez-Tangente. Das <a href="http://de-de.facebook.com/latteartkaffee" target="_blank">Café Latte Art </a>lässt mich immer wieder meinen Vorsatz brechen, nicht ins Gesundbrunnen Center zu gehen.</p>
<p>Aber es muss ja nicht immer Kaffee sein. Zumal meine Freundin gar keinen Kaffee mag. Was sie mag, ist Aktivität. Also werden wir zum Yoga im <a href="http://www.pfefferwerk.de/index.php/raeume-fuer-veranstaltungen/familienzentrum-wattstrasse" target="_blank">Familienzentrum Wattstraße </a>gehen. Das kostet nichts und macht sicher Spaß. Ob die zukünftige Ex-Hanseatin wohl dienstags ab 14 Uhr für den Yogakurs Zeit hat? Falls nicht, bleibt noch der <a href="http://www.mountmitte.de/" target="_blank">Mount Mitte </a>- der Hochseilgarten am Nordbahnhof. Klettern ist bestimmt lustig (wenn man keine Höhenangst hat).</p>
<p>Wenn ich mich ordentlich belese, zum Beispiel bei Wedding-Expertin <a href="http://www.gerhildkomander.de/" target="_blank">Gerhild Kommander</a>, dann kann ich die Zugezogene vielleicht auch mit einer Architekturführung im Kiez überraschen. Oder wir gehen gleich im Humboldthain spazieren. Da kenne ich mich schon aus, kann Rosengarten, Flakturm, Rodelbahn, Sommerbad problemlos vorzeigen. Oder wir schleichen um die St. Sebastian-Kirche. Der Gartenplatz wurde ja gerade hübsch gemacht und macht auch für noch-Fremde bestimmt einen guten Eindruck. Oder noch besser: Wir schleichen uns auf dem Gelände der Deutschen Welle in den Aufgang, der zum Offenen Kanal Alex führt und fahren mit dem Fahrstuhl ganz nach oben. Da gibt es einen tollen Panoramablick auf das Brunnenviertel. Und dann gehen wir zu den <a href="http://berliner-unterwelten.de/" target="_blank">Berliner Unterwelten</a> und streifen durch die ehemaligen Bunkeranlagen und toten U-Bahntunnel unter dem Kiez.</p>
<p>Ich bin so aufgeregt und freue mich, dass meine Freundin ihr Lager in meiner unmittelbaren Nachbarschaft aufschlägt. Und ein Glück ist es auch, weil ich beruflicherseits weiß, dass das Brunnenviertel inzwischen sehr beliebt ist und freie Wohnungen selten sind. Kein Wunder, ist ja auch viel los im Kiez <img src='http://www.planet-wedding.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>* Aus beruflichen Gründen und der Neugier halber überlege ich, ob sie vielleicht eine Gentrifizierin ist und ob ich mich deshalb eigentlich über ihren Umzug freuen darf. Ich bin unentschlossen. Freue mich aber erstmal.</em></p>
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		<title>Es wird besser</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 10:23:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufwertung ohne Verdrängung? Das Brunnenviertel im Mitte-Ortsteil Gesundbrunnen verändert sich. Ein 50 Jahre alter Begriff aus der Stadtsoziologie hat in den letzten Jahren den Sprung in die Alltagssprache geschafft: Gentrifizierung. Er beschreibt  einen Umstrukturierungsprozess in Innenstadtquartieren.  Merkmale sind steigende Mieten, der massive Zuzug von wohlhabenden Mieter/innen, Sanierungsmaßnahmen und die Verdrängung von einkommensschwachen Bewohner/innen. Das benachbarte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aufwertung ohne Verdrängung? Das Brunnenviertel im Mitte-Ortsteil Gesundbrunnen verändert sich.</strong></p>
<p>Ein 50 Jahre alter Begriff aus der Stadtsoziologie hat in den letzten Jahren den Sprung in die Alltagssprache geschafft: Gentrifizierung. Er beschreibt  einen Umstrukturierungsprozess in Innenstadtquartieren.  Merkmale sind steigende Mieten, der massive Zuzug von wohlhabenden Mieter/innen, Sanierungsmaßnahmen und die Verdrängung von einkommensschwachen Bewohner/innen. Das benachbarte Prenzlauer Berg ist in diesem Zusammenhang das wohl bekannteste Beispiel. Seit der Wende hat sich dort die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Es gab in den vergangenen Jahren aber auch immer wieder die Frage: Kommt die Gentrifizierung auch in den Wedding? Das Thema ist komplex, einfache Antworten gibt es nicht, und was für den Einen eine positive Entwicklung ist, ist für den Anderen der Grund zum Wegzug. </p>
<p>Die Fakten sprechen bis jetzt gegen eine derartige Entwicklung im Brunnenviertel (Wedding), die zu massivem Wegzug durch Mietsteigerungen führt. In den Berichten zur Sozialen Stadtteilentwicklung gilt das Gebiet als Planungsraum mit sehr niedrigem Entwicklungsindex. Anders als in klassischen Aufwertungsgebieten ist der Großteil der Wohnungen im Brunnenviertel außerdem in der Hand einer kommunalen Gesellschaft, die auch den Auftrag hat, Mietsteigerungen zu begrenzen. &#8220;Von Gentrifizierung sind wir hier weit entfernt&#8221;, sagt der Leiter des Kundenzentrums Nord der degewo, Jörn Richters. Die degewo bemüht sich seit 2005 um eine Verbesserung der Lebensbedingungen im Brunnenviertel, betreibt gezielte Aufwertung. Mit Erfolg: das kommunale Wohnungsunternehmen meldet Vollvermietung, mehr Gewerbe, zufriedenere Bewohner/innen. </p>
<p>Der bekannte Stadtsoziologe von der Humboldt-Universität Berlin, <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/" target="_blank">Andrej Holm</a>, sieht in diesen bewussten, politisch initiierten Aufwertungsmaßnahmen rund um die Brunnenstraße einen möglichen Gentrifizierungsmotor. Bei einer Veranstaltung mit dem Titel <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/2010/05/15/berlin-wedding-im-schatten-der-aufwertung/" target="_blank">&#8220;Gentrifizierung im Wedding?&#8221; </a>Anfang des Jahres stufte auch er den Wedding jedoch als zunächst nicht gefährdet ein. Das größte Potenzial, so stellte er in seiner Analyse fest, hätte in dieser Hinsicht aber das Brunnenviertel.</p>
<p> Neben der politisch gewollten Aufwertung spielt laut Andrej Holm insbesondere die so genannte Umzugskettengentrifizierung im Wedding eine Rolle. Dabei ziehen Bewohner/innen aus Gebieten mit starken Mietsteigerungen in Quartiere mit niedrigeren Mieten, lösen dort eine größere Nachfrage und wiederum steigende Mieten aus. Das Brunnenviertel hat zwar wenige der gefragten Altbauten zu bieten, ist aber wegen seiner Nähe zu Alt-Mitte und Prenzlauer Berg eine interessante Adresse. Die Stadtforscher/innen wissen nämlich, dass 80 Prozent der Umzüge in der Stadt innerhalb eines Umkreises von fünf Kilometern stattfinden.  Eine Rolle bei der Wahl des neuen Wohnortes spielt die Attraktivität der Bildungseinrichtungen. Insbesondere bei den Kindertagesstätten deutet sich im Brunnenviertel eine neue Entwicklung an. So hat beispielsweise der Kindergarten in der Wolgaster Straße zunehmend Interessent/innen aus dem nahen Prenzlauer Berg, wo die Kindergärten kaum mehr freie Plätze anbieten können. Die Eltern weichen immer öfter in den Wedding aus &#8211; und manche ziehen auch in das Gebiet auf der anderen Seite der Bernauer Straße. </p>
<p>In den letzten Jahren sind  verstärkt andere Neumieter/innen ins Brunnenviertel gezogen – Student/innen, Familien aus dem Prenzlauer Berg, einkommensstärkere Haushalte. Für eine Verdrängung von einkommensschwachen Altmieter/innen gibt es aber keine eindeutigen Belege. Und ob die zugezogenen Eltern bleiben, wenn ihre Kinder schulpflichtig werden und in eine hiesige Grundschule gehen sollen, ist ungewiss. Insbesondere die Gustav-Falke-Grundschule versucht seit einigen Jahren mit einer besonderen, <a href="http://www.gustav-falke-g.cidsnet.de/Presseecho/Nur_wer_Deutsch_kann.pdf" target="_blank">naturwissenschaftlich orientierten Klasse  mit Deutschgarantie </a>gerade diesen Eltern einen Anreiz zu geben, denn es ist kein Geheimnis, dass es Vorurteile gibt und der hohe Migrantenanteil für viele ein Problem ist. </p>
<p>Die kleine <a href="http://www.brunnenviertel-brunnenstrasse.de/uploads/media/Auswertung_Umfrage_Aufwertung.pdf" target="_blank">Umfrage zu Veränderungen im Brunnenviertel </a> zeigt, dass sich viele Dinge aus Sicht der Menschen positiv verändern. Es gibt mehr Gastronomie, eine schöneres Wohnumfeld. Neue Cafés sind eine als angenehm empfundene Aufwertung. Und die Wünsche der befragten Bewohner/innen und Gäste des Viertels gehen in die gleiche Richtung: alle wollen Milchkaffee, mehr kleine Läden, mehr Leben im Viertel. Gentrifizierung will keiner. Aufwertung ja, aber bitte für alle! In der Umfrage im Brunnenviertel haben nur wenige Menschen angegeben, dass sie Angst vor Mietsteigerungen und Verdrängung haben. Die beobachteten Veränderungen werden als willkommene Verbesserung wahrgenommen – und nicht jede Aufwertungsmaßnahme führt zur Gentrifizierung.</p>
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		<title>Irgendwann im Wedding</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 12:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<category><![CDATA[quartiersmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Stadt]]></category>
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		<description><![CDATA[An einem ganz normalen Tag im Brunnenviertel wird der kleine Laden an der Ecke verschwinden. Früh, zum Sonnenaufgang wird sich wie jeden Tag sich die Moschee mit der Aufschrift „Allahindir“ füllen, an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße wird sich der Autoverkehr im Berufsverkehr stauen, unser Nachbar wird den täglichen Gang zum grünen Bäcker absolvieren und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An einem ganz normalen Tag im Brunnenviertel wird der kleine Laden an der Ecke verschwinden. Früh, zum Sonnenaufgang wird sich wie jeden Tag sich die Moschee mit der Aufschrift „Allahindir“ füllen, an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße wird sich der Autoverkehr im Berufsverkehr stauen, unser Nachbar wird den täglichen Gang zum grünen Bäcker absolvieren und mit Brötchen und Zeitung zurückkehren. Mittags werden Martha und Kathi im Café Freysinn versuchen, der Besucherschar von der Deutschen Welle Herr zu werden und die Glocken von St. Sebastian werden wie jeden Tag zum Gebet läuten. An diesem normalen Tag werden die Plakate der Vereine und Kiezinitiativen abgehängt, die Computer und Broschüren eingepackt, die Hundekotbeutel verstaut, ein Mann wird vielleicht mit wehmütigem Blick auf einer Leiter stehen und das Schild abmontieren: Stadtteilbüro. An diesem Tag, der sehr wahrscheinlich einer der ganz normalen Tage im Jahr 2013 sein wird, ist der letzte Euro aus dem Fördertopf ausgegeben, der für das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung stand. Die Förderperiode der Europäischen Union, die das Programm zu Verbesserung der Situation in den Kiezen maßgeblich mitfinanziert, endet. Der Laden an der Ecke zieht aus.</p>
<p>Es wird ein normaler Tag sein, ganz unspektakulär werden die beiden Quartiersmanagements im Brunnenviertel (QM Ackerstraße, QM Brunnenstraße), die drei weiteren im Wedding und die insgesamt 34 Stadtteilläden in Berlin verschwinden. Die einst als Problemgebiete klassifizierten Kieze mit hoher (Jugend-) Arbeitslosigkeit, hoher Schuldnerquote, hoher Kriminalität, hohem Anteil von Nachbarn nichtdeutscher Herkunft werden ab dann ohne die Finanzspritze zur Selbsthilfe auskommen müssen.</p>
<p>In der Zeit nachdem die Quartiersmanager ausgezogen sind, wird sich zeigen, wie nachhaltig die Arbeit aller Beteiligten war. Steht das Familienzentrum auf sicheren Beinen? Wird der Bewohnertreff bleiben? Gibt es weiterhin Kurse für benachteiligte Kinder und Jugendliche, wird der Bildungsverbund Bestand haben? Wird sich die Situation im Problemkiez durch die Unterstützung der Strukturen, durch Förderung von Bildung, Kultur und Nachbarschaft dauerhaft verbessert haben?</p>
<p> Ich habe mir zwei Jahre lang im Quartiersrat Gedanken über die Entwicklung des Kiezes gemacht. Ich habe, und das war das eigentliche Ziel meines ehrenamtlichen Engagements, viele Akteure im Kiez kennengelernt. Ich bin ins Gespräch gekommen, habe Nachbarn getroffen und habe die Schulen besucht, die für Menschen ohne schulpflichtige Kinder sonst abgeschottet wie eine eigene kleine Welt existieren. Ich habe einen Blick für die kleinen Dinge im Kiez bekommen, freue mich über kleine Schritte in die richtige Richtung, habe ein wenig ein Gefühl von Heimat entwickelt. Ich bin grundsätzlich für Bürgerbeteiligung. Der Quartiersrat liefert dafür hier im Viertel eine Plattform. Klar, es gab Dinge, die haben mich während meiner Bürgerjuryzeit aufgeregt  &#8211; dass das Land dringende Investitionen in Schulen oder Spielplätze einfach einspart und in die Sphäre der Quartiersmanagements auslagert oder dass das Förderverfahren kompliziert und mit vielen Vorgaben gestrickt wurde, so dass ich als mitentscheidender Bürger eigentlich zu wenig Spielraum für Mitbestimmung habe. Trotzdem ist der Quartiersrat eine gute Sache. Wo sonst findet man so schnell Kontakt zu den Initiativen und Akteuren im Kiez, die sich Gedanken machen und etwas tun wollen für die Beseitigung der Probleme?</p>
<p>Die Vernetzung wird neben dem Fördergeld am meisten fehlen im Viertel. Es wird der Gastgeber und Moderator fehlen im Gespräch der Nachbarn und Aktiven, die in sehr verschiedenen Welten leben und die einfach sehr viele verschiedene Sprachen sprechen. Insofern wird der Laden an der Ecke mehr sein als eine weitere leerstehende Immobilie. Es gibt Tage, auf die freut man sich einfach überhaupt nicht.</p>
<p><strong>Quartiersmanagements im Wedding:<br />
</strong><a href="http://www.brunnenviertel-ackerstrasse.de/" target="_blank">Brunnenviertel-Ackerstraße</a>, <a href="http://www.brunnenviertel-brunnenstrasse.de/" target="_blank">Brunnenviertel-Brunnenstraße</a>, <a href="http://www.deinkiez.de/" target="_blank">Soldiner Straße</a>, <a href="http://www.pankstrasse-quartier.de/" target="_blank">Pankstraße</a>, <a href="http://www.sparrplatz-quartier.de/" target="_blank">Sparrplatz</a></p>
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		<title>Mauerpark &#8211; The Movie</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 09:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitgebloggt]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Mauerpark]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Film ist melancholisch. Weil ich ein melancholischer Mensch bin. Wenn man ein wehmütiger Mensch ist, dann ist ja die ganze Welt irgendwie gedämpft gestimmt. Selbst ein so temporeicher Film wie Mauerpark – The Movie. Eigentlich ein toller Film von Dennis Karsten; die mitreißende Musik entstammt bis auf eine Ausnahme ausschließlich von Mauerparkmusicians, die Bilder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Film ist melancholisch. Weil ich ein melancholischer Mensch bin. Wenn man ein wehmütiger Mensch ist, dann ist ja die ganze Welt irgendwie gedämpft gestimmt. Selbst ein so temporeicher Film wie <a href="http://www.mauerpark.com" target="_blank">Mauerpark – The Movie</a>. Eigentlich ein toller Film von <a href="http://www.denniskarsten.com/awards.htm" target="_blank">Dennis Karsten</a>; die mitreißende Musik entstammt bis auf eine Ausnahme ausschließlich von Mauerparkmusicians, die Bilder sind von der höchsten Laterne auf den Park sind spektakulär, die einordnenden Worte von Kaminer, dem Wladimir, witzig und treffend.</p>
<p>Dennoch hat der Film für mich etwas trübsames. Denn ich denke die ganze Zeit, es ist nicht ein Film über den Mauerpark; ich denke, es ist ein Film über den Mauerpark, wie er sein könnte. Ein Ort für Menschen, die ihre Eigenarten ausleben. Eine platte Wiese als Plattform für Individualisten, Selbstdenkende und Egozentriker. Es könnte ein gallisches Dorf sein, eingekeilt zwischen dem in vielerlei Hinsicht verarmten Wedding, dem mit ihren Babys beschäftigten Pankowern und dem eingeödeten Prenzlauer Berg. In (meiner) Wahrheit ist der Park – vor allem sonntags – ein Treffpunkt der Touristen, der Zuschauer, der Spanner. Diese Seite kommt in dem Film komplett nicht vor.</p>
<p>Aber es gibt auch etwas Tröstendes in dem Film. Silvio blickt zurück auf Wandlungen der Athmosphäre im Mauerpark. Und das gilt ja dann auch für die Zukunft: Mal sehen was aus ihm wird.</p>
<p>Franz Havel</p>
<p><em>Der Mauerpark-Film läuft noch bis Ende Juli im <a href="http://www.lichtblick-kino.org/lichtblick.php" target="_blank">Lichtblick-Kino </a>in der Kastanienallee im benachbarten Prenzlauer Berg. Franz Havel, der diesen Gastbeitrag spendierte, bloggt sonst <a href="http://weddingkrass.wordpress.com/" target="_blank">ganz woanders</a>.</em></p>
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		<title>Wie Baum und Blume</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2011 09:10:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Prenzlauer Berg und in Alt-Mitte werden sicherlich demnächst Wartelisten für diejenigen eingeführt, die eine Baumscheibe bepflanzen wollen. Kaum ein Baum ist in den Nachbarbezirken ohne Blümchen drumrum. Im Wedding hat der Pflanzfreund noch freie Auswahl. Noch! Denn wenn die Güter in den In-Bezirken rar werden, schwärmen ihre Bewohner sehr energisch aus und stillen ihren Hunger immer öfter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-283 aligncenter" title="baumscheibe" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2011/04/baumscheibe1-300x225.jpg" alt="baumscheibe" width="300" height="225" /></p>
<p style="text-align: left;">Im Prenzlauer Berg und in Alt-Mitte werden sicherlich demnächst Wartelisten für diejenigen eingeführt, die eine Baumscheibe bepflanzen wollen. Kaum ein Baum ist in den Nachbarbezirken ohne Blümchen drumrum. Im Wedding hat der Pflanzfreund noch freie Auswahl. Noch! Denn wenn die Güter in den In-Bezirken rar werden, schwärmen ihre Bewohner sehr energisch aus und stillen ihren Hunger immer öfter hier in der Nachbarschaft.</p>
<p>Beispiel Kinderbetreuung: Als die Kitaplätze rar wurden, schoben die Prenzelbergerinnen und Mitte-Mamis ihre Buggys ins Brunnenviertel. Inzwischen muss sich die überraschte Wedding-Mama ganz schön anstrengen, einen Platz in den angesagten Kinderbetreuungseinrichtungen <a href="http://www.kib-online.org/cms/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=21&amp;Itemid=31" target="_blank">Wolgaster Straße </a>oder <a href="http://www.kindergaerten-city.de/index.php?id=kita_detail&amp;kita=3" target="_blank">Ackerstraße</a> zu bekommen, denn die Mamas aus den Nachbarbezirken wissen genau, was eine Warteliste ist und wie man seinen Betreuungsanspruch durchsetzt.</p>
<p>Einen Kindergartenplatz habe ich mir schon vor längerer Zeit sichern können. Jetzt wollte ich mich auch bei den Baumscheiben nicht ausbremsen lassen. Nicht lange zögern, sagte ich mir, bevor die Menschen aus dem Prenzlauer Berg und aus Mitte das Baumscheiben-Potenzial des Brunnenviertels erkennen und mit Schippchen, Stiefmütterchen und Gießkanne über die Bernauer Straße kommen! Ich habe also noch, direkt vor meiner Tür, eine Baumscheibe ergattert. Ich habe sie gesäubert, bepflanzt und gieße sie jetzt jeden Tag. Wenn ich aus dem Haus trete oder heim komme, freue ich mich über den bunten Farbtupfer. Und jetzt warte ich darauf, dass rechts oder links oder rechts und links von anderen Guerilla-Gärtnern (wo auch immer sie wohnen) grüne Inselchen angelegt werden. Doch noch ist meine Baumscheibe die einzige in der Straße.</p>
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		<title>Über Null</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 10:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<category><![CDATA[frühling]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Januar. Ich muss es mir immer wieder sagen: Es ist Januar. Und es ist Winter. Und, so sagen es die Wetterexperten im Radio und im Internet, es wird wieder kalt werden, am Ende des Monats. Warum aber fühlt es sich plötzlich schon wie Frühling an? Warum möchte ich am liebsten Blümchen pflanzen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-272" title="thermometer" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2011/01/thermometer-300x236.jpg" alt="thermometer" width="300" height="236" /></p>
<p>Es ist Januar. Ich muss es mir immer wieder sagen: Es ist Januar. Und es ist Winter. Und, so sagen es die Wetterexperten im Radio und im Internet, es wird wieder kalt werden, am Ende des Monats. Warum aber fühlt es sich plötzlich schon wie Frühling an? Warum möchte ich am liebsten Blümchen pflanzen, die Gummistiefel auspacken, die frische Luft tief einatmen und einen gaaaaaanz langen Spaziergang machen? Warum mache ich immerzu das Fenster und die Balkontür auf (und immer mal wieder zu, denn es ist auf Dauer doch ein wenig frisch &#8230;)? Vielleicht, weil der Himmel so schön blau ist. Vielleicht, weil ich in diesem Jahr schon genug habe vom Winter. Vielleicht, weil die Sonne endlich scheint und die 5 Grad über Null sich anfühlen wie 10. Doch es ist Januar. Winter im Wedding.</p>
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		<title>Man müsste schon absteigen!</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 09:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich schreibe, obwohl ich wütend bin. Ich sollte mich erst beruhigen. Ich sollte mich so lange beruhigen bis sich Wut in Verwunderung verwandelt hat und bis ich irgendwann über meine Mitmenschen im Brunnenviertel mitfühlend lächle: &#8216;Jaja. Etwas ruppig sind sie vielleich, aber bestimmt sehr liebenswürdig.&#8217; Ich will nicht warten. Ich schreibe jetzt. Und zwar schreibe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe, obwohl ich wütend bin. Ich sollte mich erst beruhigen. Ich sollte mich so lange beruhigen bis sich Wut in Verwunderung verwandelt hat und bis ich irgendwann über meine Mitmenschen im Brunnenviertel mitfühlend lächle: &#8216;Jaja. Etwas ruppig sind sie vielleich, aber bestimmt sehr liebenswürdig.&#8217; Ich will nicht warten. Ich schreibe jetzt.</p>
<p>Und zwar schreibe ich über einen ruhigen, unaufgeregten Kiez. Einen Kiez, der ruhige Wohnquartiere mit dem riesigen immergrünen Humboldthain verbindet. Eine Gegend mit türkischen Bäckern, die immer geöffnet haben, mit der stets präsenten, weltoffenen Silhouette der Deutsche-Welle-Satellitenschüsseln, einem Kiez ohne Parkraumbewirtschaftung und mit immer verfügbaren Parkplätzen. Ich schreibe über viele soziale und kulturelle Projekte, den sonntäglichen Bummel über den Mauerparkflohmarkt (der auch zum Weding gehört &#8211; jawohl!) und die immerschöne Aussicht auf den Fernsehturm, Berlins östliche Mitte.</p>
<p>Ich schreibe über eine Gegend, in der die Gehwege so breit sind wie anderswo die Landstraßen.</p>
<p>Ich schreibe über den Kiez, in dem ich schon oft beschimpft wurde, weil ich ein Fahrrad besitze und es benutze. Neulich, als ich ohne zu drängeln und ohne Eile hinter einigen Fußgängern gondelte und sich eine Frau aus heiterem Himmel umdrehte um mir aggressiv zuzurufen: &#8220;Man müsste schon absteigen! Oder sollen wir etwa beiseite gehen?&#8221; Oder gestern, als ein Fußgänger, dem ich großräumig ausgewichen war, plötzlich auf mich zu kam, mich an den Armen packte und mich ohne ein Wort vom Fahrrad schüttelte, um dann wortlos weiterzugehen. Einige Meter weiter fuhr plötzlich ein Auto mit Karacho und ohne von mir Notiz zu nehmen auf den Bürgersteig. Dass er mich um ein Haar überfahren hatte, interessierte den Fahrer nicht die Bohne.</p>
<p>Ich bin echt wütend. Weil die Kiezbewohner mich als Fahrradfahrer als natürlichen Feind betrachten. Weil es keine Fahrradwege gibt im Wedding und weil es sie mit der größten Selbstverständlichkeit der Welt nicht gibt. Weil Fahrradfahrer im Wedding einfach nicht vorkommen. Grrrh!</p>
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		<title>Stadtrandlage</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 14:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich im Wedding]]></category>
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		<description><![CDATA[Wedding. Abseits des Touristenbusmagneten Berliner Mauer, jenseits der Bernauer Straße (von Euch aus gesehen, liebe Mitte-Prenzlauerberger), in meinem Wohnquartier in gefühlter Stadtrandlage, heute Mittag im Café-Bistro Freysinn: Tür auf: da sind sie ja alle! Menschen zwischen 30 und 40, gute Jobs im Mediensektor oder im Bildungsbereich, Eltern freier Schüler, Trinkgeldgebenkönner, Mittebewohner und Prenzlauer Berg-Eigentumswohnungsbesitzer. Viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wedding. Abseits des Touristenbusmagneten Berliner Mauer, jenseits der Bernauer Straße (von Euch aus gesehen, liebe Mitte-Prenzlauerberger), in meinem Wohnquartier in gefühlter Stadtrandlage, heute Mittag im Café-Bistro <a href="http://www.planet-wedding.de/2010/08/31/ein-traum-von-einem-cafe/" target="_blank">Freysinn</a>:</p>
<p>Tür auf: da sind sie ja alle! Menschen zwischen 30 und 40, gute Jobs im Mediensektor oder im Bildungsbereich, Eltern freier Schüler, Trinkgeldgebenkönner, Mittebewohner und Prenzlauer Berg-Eigentumswohnungsbesitzer. Viele Menschen. Alle im Café Freysinn; alle Stühle besetzt, alle warten auf freie Stühle oder den bestellten &#8220;daily quark&#8221;. Ich will Kaffee zum Mitnehmen. Mit staunenden Augen, etwas ungläubig, stelle ich mich mit meinen zwei Euro in der Hand hinten in der Schlange an. Um ein Haar hätte ich vor der Tür warten müssen. So voll ist es. Ich fühle mich eigenartig. Als stünde ich in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werbig_(Seelow)" target="_blank">Werbig</a> inmitten einer Montagsdemo und wartete auf das nächste Raumschiff.  Martha und Kathi wirbeln mit hochkonzentrierten Blicken um die Feuerstelle. Ich sehe ihnen zu und überlege, wann ich das letzte Mal so viele Menschen in einem so kleinen Raum gesehen habe. Als ich dran bin, sage ich: &#8220;Kein Essen, nur Kaffee.&#8221; Die Aushilfskraft am Tresen lächelt: Nur Kaffee.</p>
<p>Mit dem Pappbecher in der Hand steige ich aus dem Raumschiff aus, trete auf die ruhige Jasmunder Straße. Draußen: vertraute Stadtrandlage auf dem Planeten Wedding.</p>
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		<title>Hoch und runter</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 12:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltäglich]]></category>
		<category><![CDATA[Neulich im Wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Aufzug]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[U-Bahn]]></category>
		<category><![CDATA[Voltastraße]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich überlege, ob ich mir einen Kinderwagen kaufen soll. Der kleine Weddinger läuft zwar schon lange allein und freihändig durch die Welt, aber ich überlege, ihn für eine einmalige Kinderwagenfahrt zu begeistern. Der Grund: Unser Kiez-U-Bahnhof bekommt gerade einen Aufzug. Wie oft habe ich den schweren Kinderwagen die endlose Treppe des 1930 eröffneten Bahnhofs Voltastraße [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich überlege, ob ich mir einen Kinderwagen kaufen soll. Der kleine Weddinger läuft zwar schon lange allein und freihändig durch die Welt, aber ich überlege, ihn für eine einmalige Kinderwagenfahrt zu begeistern. Der Grund: Unser Kiez-U-Bahnhof bekommt gerade einen Aufzug. Wie oft habe ich den schweren Kinderwagen die endlose Treppe des 1930 eröffneten Bahnhofs Voltastraße geschleppt! Undzwar wirklich geschleppt, denn unser Kinderwagen war kein Leichtgewicht. Jetzt, wo die Kinderkarre verkauft ist, baut die BVG den lang herbeigesehnten Lift &#8230;</p>
<p>Eigentlich ist es kaum zu fassen. Dass der Bahnhof der Linie 8 noch in diesem Jahr barrierefrei wird, hat man aus dem Text der Pressemitteilung der BVG von Anfang Januar nicht herausahnen können. Da heißt es, es wären 17 neue Aufzüge geplant. Es werden Beispiele genannt (Kurfürstendamm, Eberswalder Straße, Strausberger Platz, Gleisdreieck, Breitenbachplatz), aber der Bahnhof Voltastraße wird nicht erwähnt. Als kürzlich der Treppeneingang gesperrt wurde und die Bagger kamen, dachte ich eher an eine Treppensanierung. Doch jetzt sieht man es: es wird ein Aufzug gebaut!</p>
<p>Inzwischen sind übrigens fast die Hälfte der 173 Berliner U-Bahnhöfe mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Da gibt es für den kleinen Weddinger viele Möglichkeiten, Knöpfchen zu drücken und den Lift zu rufen. Denn auch wenn er die Idee mit der Kinderwagenfahrt vermutlich komisch findet, das Knöpfchendrücken macht er wirklich gern.</p>
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		<title>Kleinkunstfestival</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 19:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neulich im Wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Showroom]]></category>
		<category><![CDATA[brunnenviertel]]></category>
		<category><![CDATA[Kleinkunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe dem kleinen Weddinger eine Laterne gekauft. Eine neumodische mit Laternenstab und Batterien, denn auch hier im Wedding verbrennt sich dank unzähliger Lebensregelungen keiner mehr die kleinen Fingerchen an retro-romantischen Teelichten. Man könnte darüber nachdenken ob irgendwann gar nichts mehr erlaubt ist. Wenn es jetzt schon die armen Laternen kastriert wurden. Jedenfalls will die domestizierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe dem kleinen Weddinger eine Laterne gekauft. Eine neumodische mit Laternenstab und Batterien, denn auch hier im Wedding verbrennt sich dank unzähliger Lebensregelungen keiner mehr die kleinen Fingerchen an retro-romantischen Teelichten. Man könnte darüber nachdenken ob irgendwann gar nichts mehr erlaubt ist. Wenn es jetzt schon die armen Laternen kastriert wurden. Jedenfalls will die domestizierte Laterne ausgeführt werden, und das geschieht erstmals am Freitag. Da gibt es auf dem Vinetaplatz ab 17.30 Uhr ein mittelalterliches Laternenfest. Das klingt schön.</p>
<p>Mit dem kleinen Weddinger im Gepäck werde ich wohl leider kaum viel mehr vom Kleinkunstfestival im Brunnenviertel (zu dem gehört das Laternenfest) sehen. Deshalb kündige ich hier für alle an und hoffe auf Beschreibungen und Berichte von Kleinkunstfestivalgehern: Puppen- und Theater am Vormittag, Ausstellung beim Kulturvorrat am Nachmittag, Abschlusskonzert in der Freien Grundschule am Mauerpark am Abend. Das <a href="http://www.quartiersmanagement-berlin.de/eventcalendar/index.php?fuseaction=kalender.showDetails&amp;q_id=39&amp;v_id=21280" target="_blank">detaillierte Programm </a>gibt es natürlich auch im Internet.</p>
<p>Viel Spaß allen und &#8230;<br />
Laterne, Laterne,<br />
Sonne, Mond und Sterne,<br />
brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht,<br />
aber nur meine liebe Laterne nicht <img src='http://www.planet-wedding.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-246  aligncenter" title="kleinkunst_flyer" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2010/11/kleinkunst_flyer-213x300.jpg" alt="kleinkunst_flyer" width="213" height="300" /></p>
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