Einträge markiert mit ‘berlin’
« Frühere EinträgeIrgendwann im Wedding
15. August 2011An einem ganz normalen Tag im Brunnenviertel wird der kleine Laden an der Ecke verschwinden. Früh, zum Sonnenaufgang wird sich wie jeden Tag sich die Moschee mit der Aufschrift „Allahindir“ füllen, an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße wird sich der Autoverkehr im Berufsverkehr stauen, unser Nachbar wird den täglichen Gang zum grünen Bäcker absolvieren und mit [...]
Man müsste schon absteigen!
5. January 2011Ich schreibe, obwohl ich wütend bin. Ich sollte mich erst beruhigen. Ich sollte mich so lange beruhigen bis sich Wut in Verwunderung verwandelt hat und bis ich irgendwann über meine Mitmenschen im Brunnenviertel mitfühlend lächle: ‘Jaja. Etwas ruppig sind sie vielleich, aber bestimmt sehr liebenswürdig.’ Ich will nicht warten. Ich schreibe jetzt. Und zwar schreibe [...]
So schmeckt der Wedding
15. October 2010Wie schmeckt der Wedding in diesem Monat? Ich weiß es nicht, ich habe die monatliche Verkostung leider verpasst. Aber ab dem 29. Oktober gibt es einen neuen Geschmack, er ist als malzig und satt angekündigt, und ich werde mit meiner dekorativen Eschenbräu-Flasche wieder ins Sprengelkiez sausen und mir das neue Saisonbier aus der kleinen Weddinger Hausbrauerei holen. Eschenbräu gehört einfach [...]
Ein Traum von einem Café
31. August 2010Der Traum: Ich wollte einmal in dem leeren Ecklokal in meiner Straße ein Café eröffnen. Ich hatte mir überlegt, ich könnte guten Kaffee verkaufen, vom Geschmack her nicht verbrannt, nicht zu mild. Denn den trinke ich gern. Und ich habe in Betracht gezogen, das Mittagsbistro der Herrschaften von der Deutschen Welle und den Angestellten der kleinen Fakultät der TU [...]
Winterschlaf um die Ecke
26. February 2010Ich unterbreche meinen Winterschlaf. Ich unterbreche meinen Winterschlaf, um zu sagen, dass Freunde, Bekannte und Fremde eine neue Adresse aufsuchen müssen, wenn sie im Weddinger Panke-Hostel Ufernacht schlafen wollen. Jan hat Tische, Betten, Bilder, Videos, Sofa, Wasserkocher und alles Interieur seines schönen Hostels aufgeladen, hat die Uferstraße verlassen und ist gleich um die Ecke in [...]
Willkommen in der Wiesenburg
14. January 2010Zweimal war ich Gast in der Wiesenburg. Gelangweilt habe ich mich bei keinem der beiden Male, vielleicht ein wenig gewundert und auch gestaunt. Einmal führte mich eine Dame spontan durch die imposante Ruine. Ich hatte dabei das Gefühl, etwas Wichtiges entdeckt zu haben, bedeutende Schritte zu machen. Einmal traf ich Joe. Joe, der eigentlich Joachim Dumkow [...]
Es ist vorbei
22. November 2009Heute hat in meiner Straße eine Revolution stattgefunden. Das Volk (hier: die Autofahrer) hat sich erhoben gegen die Besatzer (hier: die Straßenbaufirma). Monatelang haben wir zugesehen wie vor unserem Fenster absurdes Theater gegeben wurde, wie Möchtegernkünstler des Straßenbaunebengewerbes (oder wie das auch immer heißt) in musivischer Technik und nach den Regeln der Chaostheorie unsere Straße geschunden [...]
Sommer und Winter
14. November 2009Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt für solche Gedanken. Vielleicht sollte ich an Weihnachten denken, an meinen alten Holzschlitten, den der kleine Weddinger in diesem Jahr erstmals benutzen wird und an romantische Candlelight-Abende bei heißem Tee und Boogie-Blues. Doch ich denke an Kleingärten. Ich träume von hübsch gepflegten Parzellen, über deren Zäune hinweg mir wilder [...]
Eine Nacht am Ufer
9. July 2009Ich bin ehrlich: Wäre ich eine Nicht-Berlinerin und wollte besuchshalber einmal die große schöne Hauptstadt sehen, ich wählte für meinen Aufenthalt sicher nicht gerade den Wedding aus. Oder vielleicht doch, weil das Image des Ex-Bezirks gerade bis zur Stadtgrenze reicht und mich nicht berühren würde. Ich habe ja auch im schlecht bewerteten Viertel beim Bahnhof [...]
Er heiratet mich, er heiratet mich nicht …
5. July 2009Hossa-Papa hat seine Tochter verloren. Etwas aufgeregt und zerknittert wie immer dirigierte er lautstark die Verwandschaft vor unserem Fenster umher. Vor ihm liefen zwei Musiker her, lautstark eine Trommel und eine Zurna bedienend. Hossa-Papa trug einen Anzug und steuerte einen der vielen Mercedesse an, die am Straßenrand warteten. Seine Tochter steckte in einem weißen Kleid [...]
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