<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>planet wedding &#187; berlin</title>
	<atom:link href="http://www.planet-wedding.de/tag/berlin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.planet-wedding.de</link>
	<description>- Lebenszeichen aus Berlin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 19 Dec 2011 10:59:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Irgendwann im Wedding</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2011/08/15/irgendwann-im-wedding/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2011/08/15/irgendwann-im-wedding/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 12:13:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[quartiersmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=296</guid>
		<description><![CDATA[An einem ganz normalen Tag im Brunnenviertel wird der kleine Laden an der Ecke verschwinden. Früh, zum Sonnenaufgang wird sich wie jeden Tag sich die Moschee mit der Aufschrift „Allahindir“ füllen, an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße wird sich der Autoverkehr im Berufsverkehr stauen, unser Nachbar wird den täglichen Gang zum grünen Bäcker absolvieren und mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An einem ganz normalen Tag im Brunnenviertel wird der kleine Laden an der Ecke verschwinden. Früh, zum Sonnenaufgang wird sich wie jeden Tag sich die Moschee mit der Aufschrift „Allahindir“ füllen, an der Ecke Brunnenstraße/Bernauer Straße wird sich der Autoverkehr im Berufsverkehr stauen, unser Nachbar wird den täglichen Gang zum grünen Bäcker absolvieren und mit Brötchen und Zeitung zurückkehren. Mittags werden Martha und Kathi im Café Freysinn versuchen, der Besucherschar von der Deutschen Welle Herr zu werden und die Glocken von St. Sebastian werden wie jeden Tag zum Gebet läuten. An diesem normalen Tag werden die Plakate der Vereine und Kiezinitiativen abgehängt, die Computer und Broschüren eingepackt, die Hundekotbeutel verstaut, ein Mann wird vielleicht mit wehmütigem Blick auf einer Leiter stehen und das Schild abmontieren: Stadtteilbüro. An diesem Tag, der sehr wahrscheinlich einer der ganz normalen Tage im Jahr 2013 sein wird, ist der letzte Euro aus dem Fördertopf ausgegeben, der für das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ zur Verfügung stand. Die Förderperiode der Europäischen Union, die das Programm zu Verbesserung der Situation in den Kiezen maßgeblich mitfinanziert, endet. Der Laden an der Ecke zieht aus.</p>
<p>Es wird ein normaler Tag sein, ganz unspektakulär werden die beiden Quartiersmanagements im Brunnenviertel (QM Ackerstraße, QM Brunnenstraße), die drei weiteren im Wedding und die insgesamt 34 Stadtteilläden in Berlin verschwinden. Die einst als Problemgebiete klassifizierten Kieze mit hoher (Jugend-) Arbeitslosigkeit, hoher Schuldnerquote, hoher Kriminalität, hohem Anteil von Nachbarn nichtdeutscher Herkunft werden ab dann ohne die Finanzspritze zur Selbsthilfe auskommen müssen.</p>
<p>In der Zeit nachdem die Quartiersmanager ausgezogen sind, wird sich zeigen, wie nachhaltig die Arbeit aller Beteiligten war. Steht das Familienzentrum auf sicheren Beinen? Wird der Bewohnertreff bleiben? Gibt es weiterhin Kurse für benachteiligte Kinder und Jugendliche, wird der Bildungsverbund Bestand haben? Wird sich die Situation im Problemkiez durch die Unterstützung der Strukturen, durch Förderung von Bildung, Kultur und Nachbarschaft dauerhaft verbessert haben?</p>
<p> Ich habe mir zwei Jahre lang im Quartiersrat Gedanken über die Entwicklung des Kiezes gemacht. Ich habe, und das war das eigentliche Ziel meines ehrenamtlichen Engagements, viele Akteure im Kiez kennengelernt. Ich bin ins Gespräch gekommen, habe Nachbarn getroffen und habe die Schulen besucht, die für Menschen ohne schulpflichtige Kinder sonst abgeschottet wie eine eigene kleine Welt existieren. Ich habe einen Blick für die kleinen Dinge im Kiez bekommen, freue mich über kleine Schritte in die richtige Richtung, habe ein wenig ein Gefühl von Heimat entwickelt. Ich bin grundsätzlich für Bürgerbeteiligung. Der Quartiersrat liefert dafür hier im Viertel eine Plattform. Klar, es gab Dinge, die haben mich während meiner Bürgerjuryzeit aufgeregt  &#8211; dass das Land dringende Investitionen in Schulen oder Spielplätze einfach einspart und in die Sphäre der Quartiersmanagements auslagert oder dass das Förderverfahren kompliziert und mit vielen Vorgaben gestrickt wurde, so dass ich als mitentscheidender Bürger eigentlich zu wenig Spielraum für Mitbestimmung habe. Trotzdem ist der Quartiersrat eine gute Sache. Wo sonst findet man so schnell Kontakt zu den Initiativen und Akteuren im Kiez, die sich Gedanken machen und etwas tun wollen für die Beseitigung der Probleme?</p>
<p>Die Vernetzung wird neben dem Fördergeld am meisten fehlen im Viertel. Es wird der Gastgeber und Moderator fehlen im Gespräch der Nachbarn und Aktiven, die in sehr verschiedenen Welten leben und die einfach sehr viele verschiedene Sprachen sprechen. Insofern wird der Laden an der Ecke mehr sein als eine weitere leerstehende Immobilie. Es gibt Tage, auf die freut man sich einfach überhaupt nicht.</p>
<p><strong>Quartiersmanagements im Wedding:<br />
</strong><a href="http://www.brunnenviertel-ackerstrasse.de/" target="_blank">Brunnenviertel-Ackerstraße</a>, <a href="http://www.brunnenviertel-brunnenstrasse.de/" target="_blank">Brunnenviertel-Brunnenstraße</a>, <a href="http://www.deinkiez.de/" target="_blank">Soldiner Straße</a>, <a href="http://www.pankstrasse-quartier.de/" target="_blank">Pankstraße</a>, <a href="http://www.sparrplatz-quartier.de/" target="_blank">Sparrplatz</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2011/08/15/irgendwann-im-wedding/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Man müsste schon absteigen!</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2011/01/05/man-musste-schon-absteigen/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2011/01/05/man-musste-schon-absteigen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 09:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltäglich]]></category>
		<category><![CDATA[Neulich im Wedding]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradwege]]></category>
		<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=268</guid>
		<description><![CDATA[Ich schreibe, obwohl ich wütend bin. Ich sollte mich erst beruhigen. Ich sollte mich so lange beruhigen bis sich Wut in Verwunderung verwandelt hat und bis ich irgendwann über meine Mitmenschen im Brunnenviertel mitfühlend lächle: &#8216;Jaja. Etwas ruppig sind sie vielleich, aber bestimmt sehr liebenswürdig.&#8217; Ich will nicht warten. Ich schreibe jetzt. Und zwar schreibe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schreibe, obwohl ich wütend bin. Ich sollte mich erst beruhigen. Ich sollte mich so lange beruhigen bis sich Wut in Verwunderung verwandelt hat und bis ich irgendwann über meine Mitmenschen im Brunnenviertel mitfühlend lächle: &#8216;Jaja. Etwas ruppig sind sie vielleich, aber bestimmt sehr liebenswürdig.&#8217; Ich will nicht warten. Ich schreibe jetzt.</p>
<p>Und zwar schreibe ich über einen ruhigen, unaufgeregten Kiez. Einen Kiez, der ruhige Wohnquartiere mit dem riesigen immergrünen Humboldthain verbindet. Eine Gegend mit türkischen Bäckern, die immer geöffnet haben, mit der stets präsenten, weltoffenen Silhouette der Deutsche-Welle-Satellitenschüsseln, einem Kiez ohne Parkraumbewirtschaftung und mit immer verfügbaren Parkplätzen. Ich schreibe über viele soziale und kulturelle Projekte, den sonntäglichen Bummel über den Mauerparkflohmarkt (der auch zum Weding gehört &#8211; jawohl!) und die immerschöne Aussicht auf den Fernsehturm, Berlins östliche Mitte.</p>
<p>Ich schreibe über eine Gegend, in der die Gehwege so breit sind wie anderswo die Landstraßen.</p>
<p>Ich schreibe über den Kiez, in dem ich schon oft beschimpft wurde, weil ich ein Fahrrad besitze und es benutze. Neulich, als ich ohne zu drängeln und ohne Eile hinter einigen Fußgängern gondelte und sich eine Frau aus heiterem Himmel umdrehte um mir aggressiv zuzurufen: &#8220;Man müsste schon absteigen! Oder sollen wir etwa beiseite gehen?&#8221; Oder gestern, als ein Fußgänger, dem ich großräumig ausgewichen war, plötzlich auf mich zu kam, mich an den Armen packte und mich ohne ein Wort vom Fahrrad schüttelte, um dann wortlos weiterzugehen. Einige Meter weiter fuhr plötzlich ein Auto mit Karacho und ohne von mir Notiz zu nehmen auf den Bürgersteig. Dass er mich um ein Haar überfahren hatte, interessierte den Fahrer nicht die Bohne.</p>
<p>Ich bin echt wütend. Weil die Kiezbewohner mich als Fahrradfahrer als natürlichen Feind betrachten. Weil es keine Fahrradwege gibt im Wedding und weil es sie mit der größten Selbstverständlichkeit der Welt nicht gibt. Weil Fahrradfahrer im Wedding einfach nicht vorkommen. Grrrh!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2011/01/05/man-musste-schon-absteigen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>So schmeckt der Wedding</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2010/10/15/so-schmeckt-der-wedding/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2010/10/15/so-schmeckt-der-wedding/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 08:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spot on]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bier]]></category>
		<category><![CDATA[Brauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Eschenbräu]]></category>
		<category><![CDATA[Sprengelkiez]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=224</guid>
		<description><![CDATA[Wie schmeckt der Wedding in diesem Monat? Ich weiß es nicht, ich habe die monatliche Verkostung leider verpasst. Aber ab dem 29. Oktober gibt es einen neuen Geschmack, er ist als malzig und satt angekündigt, und ich werde mit meiner dekorativen Eschenbräu-Flasche wieder ins Sprengelkiez sausen und mir das neue Saisonbier aus der kleinen Weddinger Hausbrauerei holen. Eschenbräu gehört einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-thumbnail wp-image-230 alignleft" title="eschenbraeu" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2010/10/eschenbraeu1-150x150.jpg" alt="eschenbraeu" width="150" height="150" />Wie schmeckt der Wedding in diesem Monat? Ich weiß es nicht, ich habe die monatliche Verkostung leider verpasst. Aber ab dem 29. Oktober gibt es einen neuen Geschmack, er ist als malzig und satt angekündigt, und ich werde mit meiner dekorativen Eschenbräu-Flasche wieder ins Sprengelkiez sausen und mir das neue Saisonbier aus der kleinen Weddinger Hausbrauerei holen.</p>
<p>Eschenbräu gehört einfach dazu und wer Eschenbräu nicht gekostet hat, der weiß nichts vom Wedding. Denke ich mir. Und deshalb koste ich seit einiger Zeit alles, was Martin Eschenbrenner in der Triftstraße braut und in seinem lauschigen Biergarten unter der alten Eiche, im Braukeller oder to go in der Mehrwegflasche verkauft. Obwohl ich mich bisher ans Bier gehalten habe. Wenn ich wollte, könnte ich auch diverse Obstbrände oder Apfelsaft (und ab 2013 auch Whisky) versuchen.</p>
<p>Ich lasse mir gern einen Liter abfüllen, kaufe eine Laugenbrezel dazu, genieße beides auf dem heimischen Balkon und denke darüber nach wie schön es doch ist, dass der Wedding diese sympathische Brauerei hat. Im nächsten Sommer, so ist der Plan, verlagere ich meine Bierverkostung in den Biergarten, freue mich über obergärigen, untergärigen oder malzigen Gerstensaft und darüber, dass der kleine Weddinger umsonst Apfelsaft trinken darf.</p>
<p>Ob ich nun mehr über den Wedding weiß? Spätestens nach dem dritten Glas UrBerliner Gold verliert diese Frage ein wenig an Bedeutung.</p>
<p><em><a href="http://www.eschenbraeu.de" target="_blank">Hausbrauerei Eschenbräu</a>, tägl. ab 17 Uhr geöffnet, Triftstraße 67,  13353 Berlin, Tel. (030) 462 68 37</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2010/10/15/so-schmeckt-der-wedding/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Traum von einem Café</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2010/08/31/ein-traum-von-einem-cafe/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2010/08/31/ein-traum-von-einem-cafe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 20:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensfreude]]></category>
		<category><![CDATA[Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=210</guid>
		<description><![CDATA[Der Traum: Ich wollte einmal in dem leeren Ecklokal in meiner Straße ein Café eröffnen. Ich hatte mir überlegt, ich könnte guten Kaffee verkaufen, vom Geschmack her nicht verbrannt, nicht zu mild. Denn den trinke ich gern. Und ich habe in Betracht gezogen, das Mittagsbistro der Herrschaften von der Deutschen Welle und den Angestellten der kleinen Fakultät der TU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Traum:<br />
Ich wollte einmal in dem leeren Ecklokal in meiner Straße ein Café eröffnen. Ich hatte mir überlegt, ich könnte guten Kaffee verkaufen, vom Geschmack her nicht verbrannt, nicht zu mild. Denn den trinke ich gern. Und ich habe in Betracht gezogen, das Mittagsbistro der Herrschaften von der Deutschen Welle und den Angestellten der kleinen Fakultät der TU zu werden. Falls die mal keinen Döner oder Pausenbrot zum Mittag essen möchten, hätte ich als einzige weit und breit Salate mit Walnusskernen und Gorgonzola angeboten, Quiche und selbstgemachte Pizza. Ich sah mich in der Küche stehen, mit einer langen Schürze vor dem Bauch und verlockend riechenden Kuchen backen. Ich sah mich, wie ich mein Plaudertalent täglich gerne an jeden Gast verschenkte. Ich bin um das leere Ladenlokal geschlichen, der kleine Weddinger kletterte gern die Stufen empor, schaute mit mir durch die Fensterscheiben. Ich wollte den Mitweddinger als Mitstreiter herbeireden. Ich träumte mir ein Mitte-Café im Weddinger Kiez.</p>
<p>Die Realität:<br />
Ich habe mich nicht getraut. Die Familie, die Kinder, das Weddinger Publikum, das Risiko. Ich habe zu viele &#8220;aber&#8221; gedacht. Ich habe beim Träumen kalte Füße bekommen.</p>
<p>Die Ernüchertung:<br />
Ann-Kathrin und Martha aus dem Prenzlauer Berg waren mutiger als ich. Sie haben in meinem geträumten Café ein echtes Café eröffnet, das freysinn. Sie haben es hübsch gemacht, sehr hübsch. Sie verkaufen was ich verkaufen wollte. Sie plaudern wie ich plaudern wollte. Und jeden Tag kommen die Leute von der Deutschen Welle und von der TU und kaufen Salat mit Walnüssen, klappen ihre Laptops auf (WLAN gibt es natürlich auch) und  trinken leckeren italienischen Kaffee.</p>
<p>Die Conclusio:<br />
Es gibt guten Kaffee im Brunnenviertel.<br />
Es gibt ein chick-charmantes Café-Bistro im südlichen Wedding.<br />
Ich kann mit meinem Laptop unterm Arm über die Straße gehen, nett mit Martha und Ann-Kathrin plaudern, etwas surfen, Koffein tanken, Kuchen essen, neben den Leuten von der Deutschen Welle sitzen und mich über meine großartige Idee vom Café an der Ecke freuen. Oder mich ärgern.<br />
Ich bin ein Hasenfuß.</p>
<p><em>Café+Bistro freysinn, Jasmunder Straße 5, 13355 Berlin; Mo-Fr 8-18 Uhr, So 11-17 Uhr Brunch</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2010/08/31/ein-traum-von-einem-cafe/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Winterschlaf um die Ecke</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2010/02/26/winterschlaf-um-die-ecke/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2010/02/26/winterschlaf-um-die-ecke/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 20:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ach nee?!]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Hostel]]></category>
		<category><![CDATA[Übernachten]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=202</guid>
		<description><![CDATA[Ich unterbreche meinen Winterschlaf. Ich unterbreche meinen Winterschlaf, um zu sagen, dass Freunde, Bekannte und Fremde eine neue Adresse aufsuchen müssen, wenn sie im Weddinger Panke-Hostel Ufernacht schlafen wollen. Jan hat Tische, Betten, Bilder, Videos, Sofa, Wasserkocher und alles Interieur seines schönen Hostels aufgeladen, hat die Uferstraße verlassen und ist gleich um die Ecke in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich unterbreche meinen Winterschlaf. Ich unterbreche meinen Winterschlaf, um zu sagen, dass Freunde, Bekannte und Fremde eine neue Adresse aufsuchen müssen, wenn sie im Weddinger Panke-Hostel <a href="http://www.ufernacht.de/UntitledFrameset-deutsch.html" target="_blank">Ufernacht</a> schlafen wollen. Jan hat Tische, Betten, Bilder, Videos, Sofa, Wasserkocher und alles Interieur seines schönen Hostels aufgeladen, hat die Uferstraße verlassen und ist gleich um die Ecke in die Martin-Opitz-Straße eingebogen. Bitte sucht Nummer 23, bestellt einen lieben Gruß, nehmt einen Drink an der neuen Bar und schlaft den Winter weg.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2010/02/26/winterschlaf-um-die-ecke/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Willkommen in der Wiesenburg</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2010/01/14/willkommen-in-der-wiesenburg/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2010/01/14/willkommen-in-der-wiesenburg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 20:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ach nee?!]]></category>
		<category><![CDATA[Vier von hier]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Wiesenburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=192</guid>
		<description><![CDATA[Zweimal war ich Gast in der Wiesenburg. Gelangweilt habe ich mich bei keinem der beiden Male, vielleicht ein wenig gewundert und auch gestaunt. Einmal führte mich eine Dame spontan durch die imposante Ruine. Ich hatte dabei das Gefühl, etwas Wichtiges entdeckt zu haben, bedeutende Schritte zu machen. Einmal traf ich Joe. Joe, der eigentlich Joachim Dumkow [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zweimal war ich Gast in der Wiesenburg. Gelangweilt habe ich mich bei keinem der beiden Male, vielleicht ein wenig gewundert und auch gestaunt. Einmal führte mich eine Dame spontan durch die imposante Ruine. Ich hatte dabei das Gefühl, etwas Wichtiges entdeckt zu haben, bedeutende Schritte zu machen.</p>
<p>Einmal traf ich Joe.</p>
<p>Joe, der eigentlich Joachim Dumkow heißt, hat eine Wohnung, in die ich sofort einziehen würde. Eine hübsche Filmsammlung, Schallplatten und Kunst an den Wänden. Altbau im Wedding. Joe ist zu beneiden. Er lebt inmitten dieser schaurig-romantischen Filmkulisse (&#8220;Lili Marleen&#8221;, &#8220;Die Blechtrommel&#8221;), dreht kleine Videos, schreibt Gedichte und plant Kulturevents, zu denen er sich gern einige Freunde mehr einlädt. Platz hat er ja, ein verwunschenes Grundstück mit historischer Restbebauung, 12000 Quadratmeter groß.</p>
<p>Von Joe erfuhr ich von Berliner Asyl Verein für Obdachlose, dem 1896 eingerichteten <a href="http://www.luise-berlin.de/lexikon/mitte/w/wiesenburg.htm" target="_blank">Obdachlosenasyl </a>am Panke-Ufer (bekannt als Wiesenburg), von bedeutendenen Gründervätern (unter ihnen Rudolph Virchow) und intensiver Nutzung des Geländes (30.000 Übernachtungen allein in den ersten zwei Jahren).</p>
<p>Joe ist nett, servierte Kaffee, zeigte mir ein Video vom letzten Sommerfest und fasste die Geschichte der Wiesenburg zusammen und lieh mir sofort die Chronik aus, die er bald als Büchlein veröffentlichen möchte. Er beantwortete meine Fragen, doch eine Frage nahm ich unbeantwortet mit nach Hause: Warum schläft das Denkmal Wiesenburg in der Halböffentlichkeit. Ich, die den ebenfalls denkmalgeschützten <a href="http://www.bundtstift.de" target="_blank">Alten Gutshof in Strausberg  </a>mit zum Leben erweckte, bin begeistert und träume sofort von Kulturprogrammen und öffentlichem Leben gleich um die Ecke, von tollen Open-air-Konzerten, Freiluftkino in der Ruine, Tanz im Denkmal und und und. Machen die Wiesenburger nicht. Sie öffnen die Tür nicht jedermann. Wir, der Mit-Weddinger und ich, rätseln gemeinsam warum die Wiesenburger auf den ersten Blick etwas öffentlichkeitsreserviert sind. Wir finden keine schlüssige Erklärung. Gefragt haben wir Joe nicht.</p>
<p>Man ahnt nicht, was sich hinter dem Zaun mit dem Hinweis &#8220;Privatgelände&#8221; verbirgt. Wenn man sich der Wiesenburg nähert, gelangt man an die Grenze der Öffentlichkeit, weil die Wiesenburger nicht öffentlich sein wollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht gastfreundlich sind. Ganz im Gegenteil.  Und ich käme gern einmal wieder.</p>
<p><em>Wiesenburg, Wiesenstraße, Berlin-Wedding</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2010/01/14/willkommen-in-der-wiesenburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Es ist vorbei</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2009/11/22/184/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2009/11/22/184/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 20:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ach nee?!]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[straßenbau]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=184</guid>
		<description><![CDATA[Heute hat in meiner Straße eine Revolution stattgefunden. Das Volk (hier: die Autofahrer) hat sich erhoben gegen die Besatzer (hier: die Straßenbaufirma). Monatelang haben wir zugesehen wie vor unserem Fenster absurdes Theater gegeben wurde, wie Möchtegernkünstler des Straßenbaunebengewerbes (oder wie das auch immer heißt) in musivischer Technik und nach den Regeln der Chaostheorie unsere Straße geschunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hat in meiner Straße eine Revolution stattgefunden. Das Volk (hier: die Autofahrer) hat sich erhoben gegen die Besatzer (hier: die Straßenbaufirma). Monatelang haben wir zugesehen wie vor unserem Fenster absurdes Theater gegeben wurde, wie Möchtegernkünstler des Straßenbaunebengewerbes (oder wie das auch immer heißt) in musivischer Technik und nach den Regeln der Chaostheorie unsere Straße geschunden haben.</p>
<p>Traurig schauten wir im Sommer zwischen den Gardinen hervor als unser Energielieferant die Straße aufbuddeln ließ und unsere heile Weddinger Parkflächenwelt aus dem Gleichgewicht brachte. Wir trösteten uns: Dies ist ein endlicher Zustand. Plaster auf, Loch ausgehoben, in der Tiefe rumgewirtschaftet, Sand wieder reingekippt, Pflaster drüber, fertig. So lange kann das schließlich nicht dauern.</p>
<p>Wir übten uns in Geduld als sie kamen und schippten, als sie irgendwann im Erdreich rumfummelten (nur wann? &#8211; keiner hat es gesehen) und atmeten auf, als sie zur angesagten Zeit den Rückzug begannen. Ein großer Bagger mit Sand kam, um die Ordnung wieder herzustellen. Doch als die Pflasterbrigade kam, wurde es eigenartig. Ein bunter Haufen Kerle brachte uns erst zum Lachen, dann ganz langsam zur Verzweiflung. Nicht nur, weil sie meistens rumstanden oder ihre Handys benutzten. Nicht nur, weil sie nur an einem Tag der Woche erschienen. Nicht nur, weil sie einfach nicht fertig wurden. Ihr Stil war uns fremd. Sand rein an einem Tag, Sand wieder raus am anderen. Steine sortiert in einer Woche, umsortiert in der nächsten. An drei Stellen gleichzeitig mit dem Pflastern begonnen, jeweils nur zwei Reihen geschafft. Dann wieder extra eingeschippten Sand wieder ausgebuddelt. Dann gerüttelt. Einmal ein kleines Stückchen (zur Probe?). Dann zwei Wochen nichts. Dann nochmals das gleiche Stück, den Rest irgendwann. Wir waren verwirrt.</p>
<p>Inzwischen war viel Zeit ins Land gegangen, der versprochene Fertigstellungstermin lange überschritten. Legen die da ein Mosaik? Wurde ich spöttisch gefragt &#8230; Kunst ist manchmal schwer zu ertragen. Manchmal lässt sie den Blutdruck steigen. Etwa den des Mit-Weddingers, der da sagte: &#8220;Ich geh da gleich runter und verlege die Steine selbst!&#8221; Ich gebe zu, ich hatte den Gedanken auch schon.</p>
<p>Heute haben wir Autofahrer schließlich zivilen Ungehorsam geübt. Wir parken jetzt einfach wieder da, wo wir unser Parkgewohnheitsrecht wissen. Ist doch fertig. Ist uns schnuppe, dass es Baustelle ist. Ist uns egal, dass dort Parkverbot ist. Das Loch ist zu, das Pflaster drauf. Jetzt reicht es!</p>
<p>Während ich meinen Wagen parke, denke ich an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ONYKAHg25NA" target="_blank">Element of Crime</a>.</p>
<p>Die Gemeinschaft der Autofahrer hat heute entschieden, dass die Baumaßnahme in unserer kleinen, stillen Straße beendet ist. Sollen sie woanders Kunst spielen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2009/11/22/184/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sommer und Winter</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2009/11/14/sommer-und-winter/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2009/11/14/sommer-und-winter/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 20:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=179</guid>
		<description><![CDATA[Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt für solche Gedanken. Vielleicht sollte ich an Weihnachten denken, an meinen alten Holzschlitten, den der kleine Weddinger in diesem Jahr erstmals benutzen wird und an romantische Candlelight-Abende bei heißem Tee und Boogie-Blues. Doch ich denke an Kleingärten. Ich träume von hübsch gepflegten Parzellen, über deren Zäune hinweg mir wilder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt für solche Gedanken. Vielleicht sollte ich an Weihnachten denken, an meinen alten Holzschlitten, den der kleine Weddinger in diesem Jahr erstmals benutzen wird und an romantische Candlelight-Abende bei heißem Tee und Boogie-Blues. Doch ich denke an Kleingärten. Ich träume von hübsch gepflegten Parzellen, über deren Zäune hinweg mir wilder Flieder zunickt. Ich denke an das Grün des späten Sommers, an den Geruch von Lavendel und Studentenblumen.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob ich ein Kleingartentyp bin. Ich stelle mir vor, dass es mir zu eng ist, zu klein. Aber der Mit-Weddinger schätzt kuschelige Höhlen und ich das Grün. Deshalb haben wir schon einmal über ein Gärtchen nachgedacht. Für die Kinder wäre es toll, mein grünes Herz könnte erblühen und der Mit-Weddinger hätte vielleicht einen hübschen Platz zum Lesen. Noch ist nicht klar, wer die Blümchen gießen würde (und ob überhaupt). Nur deshalb zögerten wir.</p>
<p>Ich hätte nie gedacht, dass Berlin die Stadt der Kleingärtner ist. Ich sah immer nur Straßen und Hochhäuser und Clubs und Cafés und Universität. Heute spaziere ich durch die kleinen Oasen der Stadt und freue mich, dass die Geschichte meiner Wahlheimat einen solchen Trumpf in die Hand gespielt hat. Mehr als 76000 Kleingärten gibt es in Berlin (Hamburg hat nur 36000 Parzellen), zusammengefasst in fast 1000 Kolonien. Die Schrebergärten nehmen 3160 Hektar ein. Kein Qudratmeter ist verschenkt, finde ich.</p>
<p>Nirgendwo liegen die Kleingärten so zentral wie in Berlin. Das liegt daran, dass Anfang des 19. Jahrhunderts die so genannten Armengärten bewusst in der Nähe der großen Firmen wie Siemens oder AEG angelegt wurden. Ich profitiere heute davon, wenn ich durch die Kolonien im Wedding spaziere (zumindest in Gedanken, denn es ist ja leider Herbst und ich soll an heißen Tee denken).</p>
<p>Im Wedding gibt es fast 2000 Kleingärten, lerne ich vom <a href="http://www.gartenverband-wedding.de" target="_blank">Kleingartenverein</a>. Es gibt 27 Kolonien, die größte liegt im Afrikanischen Viertel. Vielleicht könnte ich mir dort zu Füßen der hohen Häuser eine grüne Scholle aussuchen. Ich könnte gärtnern, grillen, endlich eine Hängematte aufhängen und den Kinderchen beim Hopsespielen zusehen. Der Mit-Weddinger blättert und blättert und ich döse den Tag weg. Natürlich ohne Gartenzwerg. Dafür mit bunten Lampions, die ich überall verteilen würde und die an lauen Abenden hübsch aussehen. Wenn doch nur Sommer wäre!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2009/11/14/sommer-und-winter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Eine Nacht am Ufer</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2009/07/09/eine-nacht-am-ufer/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2009/07/09/eine-nacht-am-ufer/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankommen]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[Hostel]]></category>
		<category><![CDATA[panke]]></category>
		<category><![CDATA[Übernachtung]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=175</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin ehrlich: Wäre ich eine Nicht-Berlinerin und wollte besuchshalber einmal die große schöne Hauptstadt sehen, ich wählte für meinen Aufenthalt sicher nicht gerade den Wedding aus. Oder vielleicht doch, weil das Image des Ex-Bezirks gerade bis zur Stadtgrenze reicht und mich nicht berühren würde. Ich habe ja auch im schlecht bewerteten Viertel beim Bahnhof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ehrlich: Wäre ich eine Nicht-Berlinerin und wollte besuchshalber einmal die große schöne Hauptstadt sehen, ich wählte für meinen Aufenthalt sicher nicht gerade den Wedding aus. Oder vielleicht doch, weil das Image des Ex-Bezirks gerade bis zur Stadtgrenze reicht und mich nicht berühren würde. Ich habe ja auch im schlecht bewerteten Viertel beim Bahnhof in Rom bestens geschlafen und nichts mitbekommen von Tod und Teufel. Oder damals in London.</p>
<p>Jan Bierbrauer würde mir zustimmen. Ihn hat es von Hannover nach Berlin verschlagen. Er wohnt im Wedding. Er hatte kein Bild im Kopf als er kam. Das Bild, das er sich im Laufe der Jahre erarbeitet hat, blieb positiv, und er gestaltet es mit. Jan Bierbrauer wohnt in einer alten Fabriketage in der Uferstraße gleich neben den Uferhallen. Er hat eine riesige Wohnung mit angeschlossenem Atelier, die Panke fließt vor seiner Tür, er kennt die schönste Bank am Flüsschen, nette Ausgehmöglichkeiten, viele Künstler und eine Champagnerbar in der Prinzenallee. Alles im Wedding. Ohne Vorurteile ist er gekommen und hat in seiner Etage ein kleines Hostel mit vier Zimmern ausgebaut und es <a href="http://www.ufernacht.de" target="_blank">Ufernacht</a> genannt. Er hat sich nicht überlegt ob es Besucher blöd finden könnten, im Schmuddel-Wedding zu nächtigen.</p>
<p>Eine Übernachtung bei Jan ist günstig und gemütlich. Für 25 Euro/Nacht schläft man in hübsch ausgebauten Zimmern, die von Künstlern eine individuelle Note erhielten. Es gibt eine sehr schöne große Küche, ein Gemeinschaftsraum mit vielen Videos und den Hauskater Oskar. Alles sehr WG-like, alles sehr gemütlich.</p>
<p>&#8220;Die Leute, die hier her kommen, wissen nicht, in welche Ecke sie gekommen sind&#8221;, sagt Jan. Sie kommen von überall auf der Welt und landen im Wedding. 20 Minuten vom Flughafen Tegel und gleich am U-Bahnhof Pankstraße, mitten in Berlin. &#8220;Unsere Anbindung hier ist sensationell.&#8221; Seine Gäste, so sagt er, sind zufrieden. Jan Bierbrauer macht ebenfalls einen entspannten Eindruck. Und deshalb ist für ihn klar, dass er sich einen neuen Standort für sein Hostel suchen wird wenn er demnächst die Räumlichkeiten verlassen muss. &#8220;Natürlich bleibe ich im Wedding. Am besten in der Uferstraße&#8221;, sagt er.</p>
<p><em>Hostel Ufernacht, Uferstraße 6, 13357 Berlin, Telefon: (0176) 16 46 00 02</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2009/07/09/eine-nacht-am-ufer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Er heiratet mich, er heiratet mich nicht &#8230;</title>
		<link>http://www.planet-wedding.de/2009/07/05/er-heiratet-mich-er-heiratet-mich-nicht/</link>
		<comments>http://www.planet-wedding.de/2009/07/05/er-heiratet-mich-er-heiratet-mich-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 19:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltäglich]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[berlin-wedding]]></category>
		<category><![CDATA[heiraten]]></category>
		<category><![CDATA[hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[wedding]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.planet-wedding.de/?p=173</guid>
		<description><![CDATA[Hossa-Papa hat seine Tochter verloren. Etwas aufgeregt und zerknittert wie immer dirigierte er lautstark die Verwandschaft vor unserem Fenster umher. Vor ihm liefen zwei Musiker her, lautstark eine Trommel und eine Zurna bedienend. Hossa-Papa trug einen Anzug und steuerte einen der vielen Mercedesse an, die am Straßenrand warteten. Seine Tochter steckte in einem weißen Kleid [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hossa-Papa hat seine Tochter verloren. Etwas aufgeregt und zerknittert wie immer dirigierte er lautstark die Verwandschaft vor unserem Fenster umher. Vor ihm liefen zwei Musiker her, lautstark eine Trommel und eine Zurna bedienend. Hossa-Papa trug einen Anzug und steuerte einen der vielen Mercedesse an, die am Straßenrand warteten. Seine Tochter steckte in einem weißen Kleid mit aufgerüschten Rock, auf dem Kopf ein Schleier. Vor meinem Fenster wurde geheiratet, oder zumindest war unsere Straße eine Station des offensichtlichen Schaulaufens. Laut war es, nach wenigen Minuten gingen rechts und links der Straße die Fenster auf und neugierige Nachbar schauten raus. Ich zwinkerte dem Trommler zu und beobachtete das Spektakel.</p>
<p>Komisch, dachte ich: Hochzeit liegt wohl so in der schwülen Sommerluft. Gerade hatten wir übers Heiraten geredet, über großen Pomp und große Geheimnisse, über Männer und Frauen, über wilde Ehe und unehrliche Versprechungen. Vor meinem Fenster wurde Pomp mit allen Schikanen zelebriert, wurde mit Stolz verkündet: Seht her, wir gehören zusammen. Hier wird Tradition gelebt und dabei sicher keine Sekunde an die GEZ gedacht.</p>
<p>Hossa-Papa hat, verstehe ich die türkische Kultur richtig, eigentlich keine Tochter verloren, er hat seine Familie um einen Schwiegersohn vergrößert. Und ich bewunderte die Musik und freute mich über die gute Laune, die sie mir machte. Ich dachte, man sollte Hossa-Papa einladen, bei der nächsten Fete de la musique im Wedding das Ruder zu übernehmen. Was das Feiern angeht ist er Profi.</p>
<p>Die Musiker spielten bis das Brautpaar mit dem Auto davonfuhr. Dann verschwanden sie nach Irgendwohin. Ich hätte sie gern eingeladen, noch ein wenig für mich zu spielen. Doch Hossa-Papa hatte das Geld in der Tasche und die nächste Hochzeit ließ bestimmt nicht lange auf sie warten, weil sich allein im letzten Jahr in Berlin mehr als 11.500 Paare (!) nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch verbanden.</p>
<p>Die Nachricht ist: Es wird wieder geheiratet. Bei unseren türkischen Nachbarn geht das ganz selbstverständlich und selbst unsere deutschen Freunde haben sich längst getraut. Ich staunte, denn ich hatte gedacht, in Berlin lebt der Single, der Nicht-Verheiratete. Hossa-Papa hat mir heute gezeigt, dass ich falsch liege. Er hat Hochzeitsmusik in meine kleine Weddinger Straße gebracht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.planet-wedding.de/2009/07/05/er-heiratet-mich-er-heiratet-mich-nicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

