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	<title>planet wedding &#187; brunnenviertel</title>
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		<title>Kleinkunstfestival</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 19:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe dem kleinen Weddinger eine Laterne gekauft. Eine neumodische mit Laternenstab und Batterien, denn auch hier im Wedding verbrennt sich dank unzähliger Lebensregelungen keiner mehr die kleinen Fingerchen an retro-romantischen Teelichten. Man könnte darüber nachdenken ob irgendwann gar nichts mehr erlaubt ist. Wenn es jetzt schon die armen Laternen kastriert wurden. Jedenfalls will die domestizierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe dem kleinen Weddinger eine Laterne gekauft. Eine neumodische mit Laternenstab und Batterien, denn auch hier im Wedding verbrennt sich dank unzähliger Lebensregelungen keiner mehr die kleinen Fingerchen an retro-romantischen Teelichten. Man könnte darüber nachdenken ob irgendwann gar nichts mehr erlaubt ist. Wenn es jetzt schon die armen Laternen kastriert wurden. Jedenfalls will die domestizierte Laterne ausgeführt werden, und das geschieht erstmals am Freitag. Da gibt es auf dem Vinetaplatz ab 17.30 Uhr ein mittelalterliches Laternenfest. Das klingt schön.</p>
<p>Mit dem kleinen Weddinger im Gepäck werde ich wohl leider kaum viel mehr vom Kleinkunstfestival im Brunnenviertel (zu dem gehört das Laternenfest) sehen. Deshalb kündige ich hier für alle an und hoffe auf Beschreibungen und Berichte von Kleinkunstfestivalgehern: Puppen- und Theater am Vormittag, Ausstellung beim Kulturvorrat am Nachmittag, Abschlusskonzert in der Freien Grundschule am Mauerpark am Abend. Das <a href="http://www.quartiersmanagement-berlin.de/eventcalendar/index.php?fuseaction=kalender.showDetails&amp;q_id=39&amp;v_id=21280" target="_blank">detaillierte Programm </a>gibt es natürlich auch im Internet.</p>
<p>Viel Spaß allen und &#8230;<br />
Laterne, Laterne,<br />
Sonne, Mond und Sterne,<br />
brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht,<br />
aber nur meine liebe Laterne nicht <img src='http://www.planet-wedding.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-medium wp-image-246  aligncenter" title="kleinkunst_flyer" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2010/11/kleinkunst_flyer-213x300.jpg" alt="kleinkunst_flyer" width="213" height="300" /></p>
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		<title>Der Eingang</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 19:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Gartenplatz wird gebaut. Wir gehen jeden Tag hin und beobachten: Bagger fährt nach links, Raupe düst nach rechts, Steine werden verlegt, riesige Sandberge aufgetürmt und abtransportiert, Rasen wird gesät. Der Gartenplatz wird hübsch, er soll das Zentrum unseres Kiezes werden. Wir freuen uns, auch über die umsichtige Beschilderung für die Kirchgänger.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Gartenplatz wird gebaut. Wir gehen jeden Tag hin und beobachten: Bagger fährt nach links, Raupe düst nach rechts, Steine werden verlegt, riesige Sandberge aufgetürmt und abtransportiert, Rasen wird gesät. Der Gartenplatz wird hübsch, er soll das Zentrum unseres Kiezes werden. Wir freuen uns, auch über die umsichtige Beschilderung für die Kirchgänger.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-240" title="gartenplatz_eingang" src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2010/10/gartenplatz_eingang-300x224.jpg" alt="gartenplatz_eingang" width="300" height="224" /></p>
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		<title>Vor der Haustür</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 19:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gehen Mörder umher im Kiez. Sie morden aus Eifersucht, Habgier, Blödheit. Sie sind so nah, gleich drüben in der Putbusser Straße, mir wird angst. Die Sozialfuzzis können nichts verhindern, die Macht ist böse und schwarz und gefährlich für die, die im Brunnenviertel wohnen. Wer hier wohnt, ist Opfer, ist arbeitslos und verwest am Ende allein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gehen Mörder umher im Kiez. Sie morden aus Eifersucht, Habgier, Blödheit. Sie sind so nah, gleich drüben in der Putbusser Straße, mir wird angst. Die Sozialfuzzis können nichts verhindern, die Macht ist böse und schwarz und gefährlich für die, die im Brunnenviertel wohnen. Wer hier wohnt, ist Opfer, ist arbeitslos und verwest am Ende allein in seiner Wohnung. In der Putbusser Straße zum Beispiel.</p>
<p>Ich habe einmal in der Putbusser Straße gewohnt. Ich bin die Wege gegangen, die die Mörder (kamen sie aus Alt-Mitte oder aus dem Prenzlauer Berg?) gegangen sind. Bin ich in ihrem grausamen Fokus gewesen als ich einmal beim Norma einkaufen ging? Sollte der Sozialladen an der Ecke mein Grab werden?</p>
<p>Das sind Dinge, die ich <a href="http://www.ullrichwegerich.de/" target="_blank">Ullrich Wegerich</a> gern einmal fragen würde. Ich wüsste auch gern, warum er mich arbeitslos gemacht hat, einsam und verloren? Warum lässt er mich nach dem glitzernden Mitte greifen, warum bin ich seine Krimileiche?</p>
<p>Der Autor hatte meinen Kiez auf dem Korn als er sein zweites Buch (Ullrich Wegerich: Berliner Macht, 2009, <a href="http://koenigshausen-neumann.gebhardt-riegel.de/" target="_blank">Königshausen &amp; Neumann</a>) schrieb. Er war seine Kulisse, er jagte seine Figuren durchs Brunnenviertel: von der Kita zum Gesundbrunnencenter, von der Putbusser Straße zur Brunnenstraße. Einmal nach Mitte und dann zurück in den Wedding.</p>
<p>Es ist komisch, wenn ein Buch so dicht an meine Haustür heranreicht. Ich weiß nicht genau, ob mich der Stempel, der dem Brunnenviertel im Dienste der Drucksache aufgedrückt wurde, aufregt oder nicht. Ich weiß nur: mir ist ein spannender, gut geschriebener Krimi in die Hände gefallen. Ich habe ihn gern gelesen und ich lese nun gleich noch den Erstling von Ullrich Wegerich. Der spielt in Charlottenburg. Mal sehn, wo dort die Mörder wohnen.</p>
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		<title>Kleine Kunst</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 17:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Farbenfroher Empfang: Niemand kann die Gustav-Falke-Grundschule im Brunnenviertel betreten ohne auf die großformatigen Malereien an den Wänden aufmerksam zu werden. Helden aus Kinderbüchern grüßen freundlich von eineinhalb mal drei Meter großen Leinwänden, ein Bild zeigt dem Besucher den Weg des Wassers, eine weitere Malerei setzt den Orientierungspfeil: Berlin, Brunnenviertel. Von den Fensterbretter schauen modellierte Tonköpfe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Farbenfroher Empfang: Niemand kann die Gustav-Falke-Grundschule im Brunnenviertel betreten ohne auf die großformatigen Malereien an den Wänden aufmerksam zu werden. Helden aus Kinderbüchern grüßen freundlich von eineinhalb mal drei Meter großen Leinwänden, ein Bild zeigt dem Besucher den Weg des Wassers, eine weitere Malerei setzt den Orientierungspfeil: Berlin, Brunnenviertel. Von den Fensterbretter schauen modellierte Tonköpfe in die breiten Flure des Gebäudes. Als unkundiger Besucher geht man staunend durchs Gebäude, freundlich und lebendig wirkt das Gebäude. Kunst gehört hier offenbar zum Alltag der Kinder, Lehrer und Eltern. </p>
<p>Steht man einen Moment länger vor einem der Bilder an den Wänden, kommt vielleicht einer der Urheber vorbei, freut sich über das Interesse des Besuchs und gibt stolz Auskunft über Ursprung und Entstehungsgeschichte des Gemeinschaftswerkes. Den Rest erklärt Zuzanna Skiba, eine der drei Künstlerinnen der Künstlergemeinschaft mazuma gleich nebenan im Werkraum. Der Werkraum, noch so eine besondere Geschichte. Hier im Erdgeschoss gibt es Platz und viel Material für das Kunstprojekt, das bis Ende 2010 für den freundlichen Empfang, die gemeinsame Arbeit der Kinder an den Exponaten und den eineinhalb Wochenstunden bei Zuzanna Skiba und den anderen Künstlern sorgt. Überall stehen Pinsel und Farben, überall liegt Material bereit für die Auseinandersetzung mit Kunst. Am Material fehlt es nicht. </p>
<p>In kleinen Gruppen kommen die Kinder jede Woche zur Kunststunde mit den Künstlern. Es ist ein besonderer Unterricht, doch es ist Unterricht. Mit Theorie und Praxis, mit Lernen und Können. Zuzanna Skiba sei streng, hört man hinter ihrem Rücken die Kinder tuscheln. Möglicherweise ist sie streng. Doch möglicherweise weiß sie nicht erst nach fast fünf Jahren Arbeit an der Schule nur zu gut, dass die Kunst auch Disziplin verlangt. Sie weiß wie ihre Künstlerkollegen wie konzentriert man arbeiten muss und wie wenig man sich Trägheit leisten kann, damit anspruchsvolle Kunstwerke entstehen, damit die Kinder lernen, einen Mehrwert durch das Kunstprojekt haben. Und die Kunst in den Fluren spricht für sich. Hier werden fundierte Kenntnisse vermittelt, hier wird Kreativität gefördert, hier wird Teamarbeit trainiert. </p>
<p>Nach fünf Jahren Arbeit – in der regulären Unterrichtszeit und in Projekten – ist das Kunstprojekt im Schulalltag verwurzelt. Anfängliche Skepsis und Kontaktschwierigkeiten, so erzählt Zuzanna Skiba, wurden in der Anfangsphase überwunden. Zunächst waren die drei Künstler Fremde im Schulalltag. Heute werden sie von den Kindern freudig begrüßt und auch die Lehrer haben eine gemeinsame Sprache mit den Fremden gefunden. Wenn – wie Zuzanna Skiba erklärt – bei der Unterrichtsvorbereitung wie selbstverständlich an eine mögliche begleitende künstlerische Umsetzung gedacht wird und Themen mit den mazuma-Künstlern besprochen werden, dann wird deutlich, dass die Kunst hineingewachsen ist in das Schulleben an der Gustav-Falke-Grundschule. Man merkt es als Besucher an den Kunstwerken in den Gängen, an den Ausstellungseröffnungen, an dem schönen Kunstkalender für 2010 mit den modellierten Tonköpfen und an der <a href="http://www.gustav-falke-g.cidsnet.de" target="_blank">Schulwebsite</a>, auf der die Arbeit von mazuma an der Schule ausführlich dokumentiert ist. Und man merkt es an den Kindern, wenn man mit ihnen auf dem Gang ins Gespräch kommt. </p>
<p>Dass das vom Quartiersmanagement geförderte Projekt Ende des Jahres seine Höchstförderungsdauer erreicht hat, kann daher niemanden wirklich fröhlich stimmen. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin wäre vielleicht ein wenig traurig, wenn er wüsste, dass das Projekt bald endet. Aber immerhin hat er seit 2008 ein großes Bild vom Roten Rathaus in seinem Amtsgebäude hängen. Gemalt in der Gustav-Falke-Grundschule im Brunnenviertel im Rahmen des Kunstprojektes. </p>
<p>Es ist schwer vorzustellen, dass diese Kunst mit all ihren positiven Effekten wieder auszieht aus der Schule, dass die Künstler nicht zum wöchentlichen Unterricht kommen. Dass die Schule mit ihrem hohen Anteil von Kindern nichtdeutscher Herkunft dieses Imageprojekt nicht weiterführen kann. Doch eine weitere Finanzierung des Projekts durch das Quartiersmanagement ist nicht möglich, die Schule kann es nicht aus ihren Mitteln finanzieren und weitere Förderer sind nicht in Sicht. Die mazuma-Künstler haben sich an verschiedenen Stiftungen gewandt, Suzanna Skiba ist hinsichtlich der Erfolgsaussichten für eine Weiterförderung nicht besonders optimistisch.</p>
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		<title>Schöner Vinetaplatz</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 19:40:57 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.planet-wedding.de/wp-content/uploads/2009/04/vinetaplatz2.jpg" alt="Vinetaplatz" /></p>
<p>Durch die Blüte gesehen.</p>
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		<title>Kiez ohne Namen</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2009 19:38:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Zeit ist gekommen, mich genauer zu informieren über meinen Stadtteil &#8230; äh &#8230; Kiez &#8230; äh &#8230; na ihr wisst schon! Oder nicht? In meinem Kopf schält sich eine Frage aus den Wirrungen der Gedanken: Wie heißt das eigentlich da wo ich wohne? Mein Vermieter sagt ohne zu zögern: Brunnenviertel. Das Quartiersmanagement, das nach Sozialräumen sortiert, sagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit ist gekommen, mich genauer zu informieren über meinen Stadtteil &#8230; äh &#8230; Kiez &#8230; äh &#8230; na ihr wisst schon! Oder nicht? In meinem Kopf schält sich eine Frage aus den Wirrungen der Gedanken: Wie heißt das eigentlich da wo ich wohne? Mein Vermieter sagt ohne zu zögern: Brunnenviertel. Das <a title="Quartiersmanagement" href="http://www.stm-ackerstrasse.de" target="_blank">Quartiersmanagement</a>, das nach Sozialräumen sortiert, sagt Brunnenviertel/Ackerstraße wenn es meinen Neighbourhood meint. Gestern hörte ich vom belesenen <a title="Weddingkrass" href="http://weddingkrass.wordpress.de" target="_blank">Blogger</a>: ich wohne in Humboldthain-Süd. Das Wahlregister sagt, mein Straßenzug liegt im Wahlkreis 6 Mitte. Ist es Wedding, ist es Mitte, ist es Gesundbrunnen, wohne ich gar im Großraum Brunnenstraße? Wie weit geht mein <a title="Wikipedia/Kiez" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kiez" target="_blank">Kiez</a>? Und was bitte ist eine Ortslage? Ich bin verwirrt.</p>
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		<title>Fensterbilder</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 07:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An manchen Fensterscheiben geht man achtlos vorbei, hunderte Male, ohne sich jemals für das Innenleben zu interessieren. An manchem Glas bleibt der neugierige Blick immer wieder kleben.  Jeden Tag gehe ich an dem Fensterchen des Quartiersmanagements Brunnenviertel vorbei. Jeden Tag frage ich mich, was die Damen und Herren, die stets um ihre Schreibtische gruppiert sitzen, eigentlich tun. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An manchen Fensterscheiben geht man achtlos vorbei, hunderte Male, ohne sich jemals für das Innenleben zu interessieren. An manchem Glas bleibt der neugierige Blick immer wieder kleben.  Jeden Tag gehe ich an dem Fensterchen des Quartiersmanagements Brunnenviertel vorbei. Jeden Tag frage ich mich, was die Damen und Herren, die stets um ihre Schreibtische gruppiert sitzen, eigentlich tun. Ich habe die Aushänge im Fenster gelesen, doch ich bin nicht schlauer. Ich habe einmal von einem Schreiber gehört, die Herrschaften seien nett und zugänglich. Aber was heißt das genau? Quartiersmanagement -das Wort hat in meinen Ohren einen merkwürdig fremden Klang. Bei Quartier denke ich an Notunterkunft, bei Management an Schlips und Kragen. Beides passt wenig zueinander, die reine Wortdeutung hilft mir wohl nicht weiter. Die Lösung ist klar. Ich muss hineingehen und fragen.</p>
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		<title>Kuchenzahn</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 20:41:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genügsamkeit ist eigentlich nicht schlecht. Da habe ich im letzten Jahre aufgrund hormoneller Verwirrung jede Menge Kuchen vom Kaisers-Bäcker in mich hineingestopft, hauptsächlich Zupfkuchen und Quarktaschen um nun festzustellen, dass das Süßkram gar nicht schmeckt. Wie das? Ich bin zum Edeka-Bäcker gewechselt. Gemeint ist der Kamps in der Ackerstraße, nahe dem Gartenplatz. Dort gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genügsamkeit ist eigentlich nicht schlecht. Da habe ich im letzten Jahre aufgrund hormoneller Verwirrung jede Menge Kuchen vom Kaisers-Bäcker in mich hineingestopft, hauptsächlich Zupfkuchen und Quarktaschen um nun festzustellen, dass das Süßkram gar nicht schmeckt. Wie das? Ich bin zum Edeka-Bäcker gewechselt. Gemeint ist der Kamps in der Ackerstraße, nahe dem Gartenplatz. Dort gibt es jede Menge Futter für den hohlen Kuchenzahn. Es gibt leckere Franzbrötchen, besseren Zupfkuchen, verlockende Kirsch-Vanille-Plunder und andere Leckereien. Dass man mir sagte, Kamps gehe so grundsätzlich gar nicht, stört mich nicht. Wenn ich Brötchen kaufen gehe, nasche ich auf dem Heimweg manchmal heimlich etwas Zuckerwerk. Aber was heißt hier heimlich &#8230;</p>
<p>Mein aktuelles Problem hat weniger die Geheimhaltung oder zusätzliche Pfunden, es hat mit der eingangs erwähnten Genügsamkeit zu tun. Hat man sie einmal abgelegt, gibt es kein halten. Ich werde kritischer und frage mich trotz momentaner Kuchen-Harmonie, ob das wohl schon die kulinarische Spitze des Kuchenberges im Kiez ist. Ich werde probieren müssen. Au wei.</p>
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		<title>Olivenbrötchen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 20:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Dinge, die habe ich gern griffbereit. Wie zum Beispiel einen guten Brötchengeber. Nach dem letzten Umzug konnte ich meinen bisherigen Favoriten behalten: die Croissanterie in der Brunnenstraße. Das kleine Lädchen gleich am U-Bahnhof Voltastraße mochte ich vom ersten Tag an gern. Es verkauft schon in den frühen Morgenstunden Mohnbrötchen, warme Schrippen, wohlschmeckende Buttercroissants und einige Sorten Kuchen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Dinge, die habe ich gern griffbereit. Wie zum Beispiel einen guten Brötchengeber. Nach dem letzten Umzug konnte ich meinen bisherigen Favoriten behalten: die Croissanterie in der Brunnenstraße. Das kleine Lädchen gleich am U-Bahnhof Voltastraße mochte ich vom ersten Tag an gern. Es verkauft schon in den frühen Morgenstunden Mohnbrötchen, warme Schrippen, wohlschmeckende Buttercroissants und einige Sorten Kuchen. Ich fühlte mich immer so multikulti wenn ein Großteil der Besucher vor mir in ihrer Muttersprache angesprochen wurden, die nicht meine ist. Sorry, ich bin von auswärts. Mich beeindruckt das noch. Jedenfalls ging ich immer gern in die Croissanterie und auch die paar Schritte mehr von meiner jetzigen Wohnung schreckten mich nicht.</p>
<p> Nun plötzlich ist irgendwas geschehen. Es gibt immer nur noch wenige Exemplare der gewünschten Brötchen wenn ich durch die piepende Tür trete. Olivenbrötchen sind rar, Schusterjungen selten. Ob es sich um Sparmaßnahmen handelt, frage ich mich? Inzwischen ist auch das Gefühl von multikulti verflogen. Ein türkisches Verkaufsgespräch lässt mich nicht mehr aufhorchen. Ich bin angekommen. Und brauche eine neue Bäckerei.</p>
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