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	<title>planet wedding &#187; panke</title>
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	<description>- Lebenszeichen aus Berlin</description>
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		<title>Flaschenposteinladung</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 11:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hinter dem Haus, da fließt die Panke. So ungefähr hinter dem Haus. Mit ihrer zarten Strömung wurde neulich eine Flaschenpost zu mir gespült. Ich war erstaunt und auch ein wenig aufgeregt. Eine Flaschenpost hatte ich noch nie bekommen. Und dann eine mit einem richtigen Adressaufkleber: Dominique, Berlin-Wedding. Woher kam sie nur, wer ist der Absender und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinter dem Haus, da fließt die Panke. So ungefähr hinter dem Haus. Mit ihrer zarten Strömung wurde neulich eine Flaschenpost zu mir gespült. Ich war erstaunt und auch ein wenig aufgeregt. Eine Flaschenpost hatte ich noch nie bekommen. Und dann eine mit einem richtigen Adressaufkleber: Dominique, Berlin-Wedding. Woher kam sie nur, wer ist der Absender und wie lange ist die Flaschenpost unterwegs gewesen? Etwa so lang wie die, die von 1903 bis 1955 zwischen dem Südpol und Neuseeland unterwegs war? Hm. Wohl kaum. Die Panke entspringt in Bernau. Nur Bernau, wen kenne ich in Bernau? Rätselte ich noch als ich das kleine Papier durch den Flaschenhals fädelte.</p>
<p>Ich faltete das kleine Papier auseinander. Der Flaschenpostbrief war eine Flaschenposteinladung. Eine an mich adressierte Flaschenposteinladung aus Bernau, an einem trüben Märzvormittag gefischt aus der Panke in Berlin-Wedding. Es ist eine hübsche Einladung, ich erkannte sofort die Handschrift der Künstlerin <a href="http://www.ankeamberg.de/" target="_blank">Anke am Berg</a>. Eine Flaschenposteinladung ist etwas besonders Originelles. Es passt zur Galerie Bernau, die immer geistreiche Menschen mit ebensolchen Ideen um sich versammelt und die, das entnehme ich der Einladung, im April ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Es gibt ein tolles Programm mit Kunstauktion Musik, ART-Buffet, Distel-Kabarett, Kindertheater, Feuerjonglage und so weiter und so fort. Bilder gibt es bestimmt auch zu sehen. Das wäre ja was, wenn das nicht so wäre bei einem Galeriegeburstag.</p>
<p>Eine Flaschenposteinladung von einer hübschen kleinen Galerie in Bernau, dem kulturellen Zentrum der Hussitenstadt. Ich sage mal: Nehmt euch nichts vor am <a href="http://www.info-bernau.de/jobernau07/index.php?option=com_content&amp;task=blogsection&amp;id=91&amp;Itemid=147" target="_blank">16./17. und 18. April</a> und geht alle hin. Der Förderkreis Bildende Kunst zaubert seit 20 Jahren kleine Edelsteine aus seiner Überraschungskunstkiste. Selbst für verwöhnte Berliner wie mich.</p>
<p><em>Galerie Bernau, Bürgermeisterstraße 4, 16321 Bernau bei Berlin, (03338) 80 68, (Internetseite gibt es nicht)</em></p>
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		<title>Eine Nacht am Ufer</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:10:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin ehrlich: Wäre ich eine Nicht-Berlinerin und wollte besuchshalber einmal die große schöne Hauptstadt sehen, ich wählte für meinen Aufenthalt sicher nicht gerade den Wedding aus. Oder vielleicht doch, weil das Image des Ex-Bezirks gerade bis zur Stadtgrenze reicht und mich nicht berühren würde. Ich habe ja auch im schlecht bewerteten Viertel beim Bahnhof [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ehrlich: Wäre ich eine Nicht-Berlinerin und wollte besuchshalber einmal die große schöne Hauptstadt sehen, ich wählte für meinen Aufenthalt sicher nicht gerade den Wedding aus. Oder vielleicht doch, weil das Image des Ex-Bezirks gerade bis zur Stadtgrenze reicht und mich nicht berühren würde. Ich habe ja auch im schlecht bewerteten Viertel beim Bahnhof in Rom bestens geschlafen und nichts mitbekommen von Tod und Teufel. Oder damals in London.</p>
<p>Jan Bierbrauer würde mir zustimmen. Ihn hat es von Hannover nach Berlin verschlagen. Er wohnt im Wedding. Er hatte kein Bild im Kopf als er kam. Das Bild, das er sich im Laufe der Jahre erarbeitet hat, blieb positiv, und er gestaltet es mit. Jan Bierbrauer wohnt in einer alten Fabriketage in der Uferstraße gleich neben den Uferhallen. Er hat eine riesige Wohnung mit angeschlossenem Atelier, die Panke fließt vor seiner Tür, er kennt die schönste Bank am Flüsschen, nette Ausgehmöglichkeiten, viele Künstler und eine Champagnerbar in der Prinzenallee. Alles im Wedding. Ohne Vorurteile ist er gekommen und hat in seiner Etage ein kleines Hostel mit vier Zimmern ausgebaut und es <a href="http://www.ufernacht.de" target="_blank">Ufernacht</a> genannt. Er hat sich nicht überlegt ob es Besucher blöd finden könnten, im Schmuddel-Wedding zu nächtigen.</p>
<p>Eine Übernachtung bei Jan ist günstig und gemütlich. Für 25 Euro/Nacht schläft man in hübsch ausgebauten Zimmern, die von Künstlern eine individuelle Note erhielten. Es gibt eine sehr schöne große Küche, ein Gemeinschaftsraum mit vielen Videos und den Hauskater Oskar. Alles sehr WG-like, alles sehr gemütlich.</p>
<p>&#8220;Die Leute, die hier her kommen, wissen nicht, in welche Ecke sie gekommen sind&#8221;, sagt Jan. Sie kommen von überall auf der Welt und landen im Wedding. 20 Minuten vom Flughafen Tegel und gleich am U-Bahnhof Pankstraße, mitten in Berlin. &#8220;Unsere Anbindung hier ist sensationell.&#8221; Seine Gäste, so sagt er, sind zufrieden. Jan Bierbrauer macht ebenfalls einen entspannten Eindruck. Und deshalb ist für ihn klar, dass er sich einen neuen Standort für sein Hostel suchen wird wenn er demnächst die Räumlichkeiten verlassen muss. &#8220;Natürlich bleibe ich im Wedding. Am besten in der Uferstraße&#8221;, sagt er.</p>
<p><em>Hostel Ufernacht, Uferstraße 6, 13357 Berlin, Telefon: (0176) 16 46 00 02</em></p>
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		<title>Pinkepanke</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 08:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Planet Wedding &#124; Dominique</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Menschen, die setzen sich abends vor den Fernseher und lassen sich die Netzhaut beflimmern. Es gibt Menschen, die bringen der Freundin Brett- und Kartenspiele bei. Gegen die Langeweile. Und es gibt Menschen, die stecken ihre Zeit in Projekte, ins Bloggen, ins Dichten, ins Heimwerken. Gestern habe ich Menschen getroffen, die all ihre freie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Menschen, die setzen sich abends vor den Fernseher und lassen sich die Netzhaut beflimmern. Es gibt Menschen, die bringen der Freundin Brett- und Kartenspiele bei. Gegen die Langeweile. Und es gibt Menschen, die stecken ihre Zeit in Projekte, ins Bloggen, ins Dichten, ins Heimwerken. Gestern habe ich Menschen getroffen, die all ihre freie Feierabendzeit der Panke widmen.</p>
<p>Die Panke soll wieder ins Bewusstsein der Menschen gelangen. Das geht so: einer programmiert die <a href="http://www.panke.info">Internetseite</a>, einer macht den Fremdenführer, einer schreibt sich die Finger blutig und fotografiert jeden Grashalm entlang des Flüsschens, schaut einen Kilometer rechts der Panke und einen Kilometer links der Panke nach Interessantem für sich und die Allgemeinheit.</p>
<p>Interessante Leute, denke ich. In unendlicher ehrenamtlicher Fleißarbeit haben sie eine riesige Datenmenge zusammengetragen, verbinden Wedding und Pankow, Wasser und Land. Basteln Karten, bieten kostenfreie Führungen für Jedermann an und gründen jetzt (13. Mai 2009) sogar einen Verein. Ich sitze am Redaktionstisch (die Sitzungen sind öffentlich und werden auf der Internetseite veröffentlicht), trinke Bionade und warte auf die unumgängliche Frage, ob ich nun mitschreiben will oder nicht. Dann kommt sie. &#8220;Und, machst Du nun mit?&#8221;, fragt Chefredakteur Joachim Faust. Ich schweige laut.</p>
<p>Die Panke. Ein hübsches Flüsschen. Aber ist nicht längst alles von den Enthusiasten aufgeschrieben worden? Und passt mein leichter Plauderton in ein solches Projekt? Und wo bleibt das gedruckte Papier für meine Eitelkeit? Und kann sich mein vagabundierendes Schreiberherz an ein Thema binden? Ich bin unschlüssig. Doch das Ziel des Prokjekts ist längst erreicht: die Panke ist in meinem Bewusstsein angekommen. Was sie dort noch treiben wird, wird sich zeigen. Ich wünsche den Datensammlern und &#8211; aufbereitern jedenfalls viel Erfolg mit ihrem interessanten Wässerchen.</p>
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